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Hier gilt ganz normales Urheberrecht. Alle von mir erstellten Texte und Bilder sind mein geistiges Eigentum. Wer sich daran vergreift, ohne vorher gefragt und "Ja" zur Antwort bekommen zu haben, bekommt Haue oder Sonstwas. Also: Nicht abschreiben, nicht copypasten. Gerne nichtkommerziell zitieren und verlinken. Im Zweifel einfach fragen. sopran (at) gmx.net Mit Kommentaren verfahre ich selbstherrlich. Die allerallermeisten sind willkommen.

andersquer und überzwerch

Montag, 3. September 2007

Menarche

...

Donnerstag, 24. Mai 2007

Einfach nur gut

Glam:

(Das ist mein allererster Blogtext, damals hatte ich nur noch keinen Blog.)

Mittwoch, 23. Mai 2007

Weibercontent

Wenn Anke Gröner fragt...

Ich habe mich gegruselt und den ganzen Abend gewartet, dass meine Mama heimkommt. Ich war 10. Das ist so lange her, dass ich mich sonst an nichts erinnern kann. Meine Mutter hatte Binden, natürlich viel zu groß, für meine kindliche Blutung genügten Slipeinlagen. Binden hießen "Wörter", meine Mutter war in einem Nonneninternat, wo nichts, was mit untenrum zu tun hatte, benannt werden durfte. Wenn sie ihre Tage hatte, musste sie zur zuständigen Hygienenonne gehen und um "Wörter" bitten.

(Jetzt kommen hier von Anke so viele Besucher angeschneit, und mir fällt dazu wirklich nicht mehr ein. Mehr zum Thema: Verfrühte Frauwerdung und Nichtmädchen und Wäscheschmerz.)

Donnerstag, 3. Mai 2007

Asphaltpheromone

Gestern nacht, heimgekehrt vom Biertrinken, wollte ich hier zu Forschungszwecken eine Umfrage veröffentlichen (wg. Nobelpreis), die ich ordentlich eintippte im Umfrageformular. Mehrmals und mit einer Geduld, wie ich sie nur nach ein paar Bieren aufbringe. Allein aus weltanschaulichen Gründen (es MUSS gehen, es MUSS... habe ich es vorhin nüchtern nochmal versucht, aber wieder trat der "allgemeine Fehler" auf. Bin ich blöd, blond, zu wenig blond oder liegt es am Anbieter?

Es ging entfernt darum, dass eine Bekannte mal theste, geile Schwangere bekämen lesbische Töchter. Soll ich meine Mutter mal fragen? Selbe Bekannte las kürzlich dieses Buch, "Warum Frauen nachts nicht autofahren können und Männer im Supermarkt so lang brauchen" oder ähnlich. "Ich kann aber prima nachts autofahren", sagte ich. Sie: "Siehste! Testosteron!"

Fiel mir dann auf der kleinen Radtour von der Wirtschaft zurück auf meinen Berg ein, dass ich im Forum von Leuten las, die total geil werden, wenn sie heißen frischen Asphalt riechen. Den ich eklig finde. Meines Wissens handelte es sich bei all diesen (ca. vier) Leuten ausnahmslos um homosexuelle Männer und heterosexuelle Frauen. Aber vielleicht liegt das mit den Asphalt-Pheromonen ja gar nicht an Hormonen sondern an irgendwelchen Genen, so wie es Leute gibt, die Zunge rollen können und Leute wie mich, die immer ausgelacht werden ("probier doch mal, ist ganz einfach") und Leute, deren Pisse nach Spargel so riecht wie meine nach Spargel und die anderen, deren Pisse immer riecht wie ihre Pisse riecht.

Dafür hatte ich immerhin sechs Antwortmöglichkeiten formuliert, unter Außerachtlassung der These, dass Zungenroller Asphalt geil finden. Aber alles andere war drin. Hätte ich das Gen lokalisieren können, auf dem die Eigenschaft: Horny von Asphalt liegt oder - Gegenthese - feststellen, dass das nur mit der Orientierung zu tun hat.

Nochmal versuch ich aber nicht, die verfickte Umfrage zu häkeln. Liegt bestimmt am Östrogen. Oder am Pipi. Heute noch keinen Spargel gegessen.

Dienstag, 1. Mai 2007

Kino: Die wilden Hühner und die Liebe

Ja, so geht's, nie kommt man ins Kino, auf DVD allenfalls ein paar Klassiker, "If these walls could talk 2" zuletzt, "Wallace und Grommit und die Technohose" sowie "Komm süßer Tod", naja. Heute an diesem wundervollen Bonner Sommertag schleppen mich die Töchter ins Kino. Sprießende Brüstchen allüberall, rechts von mir, links von mir und natürlich auf der Leinwand. Unter den anwesenden Kindern, ca. 100, erkenne ich zwei Jungen. Die haben sich vielleicht Aufklärung erhofft. Wie sind sie denn so, die Weiber. Oder es sind Schulfreunde von "Fred"-Darsteller Jeremy Mockridge aus der nahen Clara-Schumann-Schule.

Es geht überhaupt nicht mehr um Hühner, wenn es denn je um Hühner ging. Seit Veronica Ferres so mager ist, verwechsle ich sie schon mal mit Katja Riemann. Veronica Ferres spielt Sprottes Mutter und macht das ganz ok. Die Mädchen sind sowieso alle super. Am supersten ist Trude, gespielt von Zsa Zsa Inci Bürkle, sie ist ganz normal pummelig, weshalb erst ein spanischer Vetter von irgendwem auftauchen muss, damit mal jemand mit ihr tanzt. Diese Südländer stehen ja auf üppig, oder was will uns das nun wieder sagen? Sie tanzen sehr hübsch.

Wilma ist in Leonie verliebt und Leonie in Wilma. Leonie ist eine blonde Schaufensterpuppe, die überhaupt nichts sagt. Aber sei's drum. Mädchen küsst Mädchen, das ist das Wichtigste. Und bis auf die doofe Melanie, gespielt von Paula Riemann, ist das die Tochter von Veronica Ferres? und ihre doofen Mofafreunde findet das eigentlich auch keiner schlimm - im zweiten Moment. Trotzdem droht Verfolgung in der Schule, und die ehrgeizige Mutter soll es auch erstmal nicht wissen. Das sind richtige Mädchen mit langen Haaren und kurzen Röcken. Besonders viel gekichert wird nicht im Publikum. Die Kinder sind alle ständig verliebt oder wollen verliebt sein oder wollen, dass sich jemand in sie verliebt oder schreibt oder anruft oder was auch immer. Sie sind ziemlich jung, weshalb sie auch immer nur keusche Küsschen mit locker geschlossenen Lippen wechseln. Selbst, als zwei von den Verliebten (Sprotte und Fred) im Wohnwagen übernachten.

Ich fand alles ganz rührend. Freundschaft, Streit, Eifersucht, wieder Vertragen... Drumherum findet Sprotte ihren lang vermissten Vater, die Oma lässt sich an der Hüfte operieren, und die Lehrerin ist auch verliebt und man gibt den "Sommernachtstraum" in blumigen Kostümen. Ich war mir aber mit den Töchtern einig: So viele so brauchbare Jungen gibt es in dem Alter gar nicht.

Donnerstag, 12. April 2007

...

Es ist übrigens ganz angemessen, dass ich 1200 km zu einer Hochzeitsparty reiste. Schließlich reiste das Brautpaar 12000 km, um sich zu finden. Und ich war dabei!

Im Jazzclub in Santiago standen schon seit etwa drei Uhr die Stühle hochgestellt, aber man kann ja auch im Stehen knutschen, wenn man nur betrunken genug ist. Man kann übrigens auch zwischen Beifahrersitz und Rückbank hin und her knutschen, wenn man nur betrunken genug ist. Aber das ist eine ganz andere Geschichte.

Wo kam eigentlich das Taxi her nachts um drei im verschlafenen Santiago de Chile? Ich saß auf des zukünftigen Bräutigams Schoß und fühlte eine Hand an meinem süßen kleinen Hintern, eine große Hand. Ich sagte meinem rechten Nachbarn: "Ich habe da eine Hand an meinem Hintern, aber die ist nicht für mich." Mein rechter Nachbar sagte: "Sachnix, sonst hören sie vielleicht auf. Darauf warte ich schon so lange." Und so verschwanden zukünftige Braut zur Linken und zukünftiger Bräutigam unter mir ineinander, ungestört. Der Beifahrersitz war bald geräumt, das Taxi irreführten wir durch chilenische Vorstädte: "So ähnlich sah das Haus meiner Gastfamilie aus" - zBraut (Anm.: und alle anderen des Viertels auch). "Lasst mich einfach an der Deutschen Schule raus, dann finde ich's schon" - ich. "Ich steige nicht aus, bevor ihr nicht alle zu Hause seid" - der rechte Beifahrer. Usf.

Dem Morgen graute, als ich in das Gästebett kippte. Nach einer Stunde klingelte der Wecker.

Ich war um neun am Flughafen, nach Nescafé und Busfahrt, und fragte mich noch Stunden später nach der Landung in La Serena, warum ich nicht einfach mit dem Chor nach Hause geflogen war. Der Einsamkeitskoller nach dem Gruppenkoller. Oder nur ein Kater. Ja, nur ein Kater. Die zukünftige Braut reiste noch bis zum frühen Nachmittag durch Santiago, um den Taxifahrer der Nacht zu finden - und bei ihm ihre Brieftasche.

Alles wurde gut.

Montag, 2. April 2007

Kino light

Am Samstag übrigens brauchte ich mir keine Tatortwiederholung anzutun, da war ich nämlich im Kino. Von Anderswo aus muss man schon bis Toulouse fahren, ca. 80 Kilometer, aber zum "Printemps lesbienne" kann man das ja mal machen. Es waren ca. drei amtierende und wohl eine handvoll ehemalige Männer im sonst gut gefüllten "cinema abc", einer einführenden Ansprache konnte und wollte ich nicht folgen. Die schon erwarteten Probleme mit dem Beamer (das ist bei Frauen jeglicher Ausrichtung leider immer gleich) waren überraschend schnell behoben. Einen zu langen Moment lang rechnete ich damit, den Ton immer um 5 Sekunden verzögert zu hören, man hätte das sicher so gelassen. Noch am Vortag hatten die Veranstalerinnen befürchtet, den Film (DVD!) nur in Schwarz-Weiß zeigen zu können. Ich wüsste gerne, wie das technisch überhaupt möglich ist, vielleicht kann ich mit der Eröffnung eines Retro-Kinos Geld drucken.

Der Film hieß "Sevigné" und war überhaupt kein Film, sondern ein Videodings. Aber das machte nichts, denn er war auch nicht von Filmemachern gemacht, sondern wahrscheinlich von Menschen, die was mit Theater zu tun und eine Handkamera haben. Die beiden Hauptdarstellerinnen waren weder jung noch dünn und sehr attraktiv. Das Videodings war aus Spanien, es wurde sehr schnell geredet, aber netterweise gab es französische Untertitel. Meinetwegen sollten sie auch französische Filme untertiteln, wenn's sein muss sogar französisch. Spanier wiederholen immer irgendwelche Wörter, wenn sie sich aufregen, "problemas problemas problemas".

Kurze Zusammenfassung, weil sonst im Netz schwer zu finden:
Julia Berkowitz ist Theaterregisseurin am Teatro Nacional in Barcelona oder so. Wichtig jedenfalls. Sie war früher Schauspielerin, spielt aber seit dem Tod ihrer Tochter Tanit nicht mehr. Ihr Mann ist ein großer dicker Theaterkritiker. Sie haben getrennte Schlafzimmer, küssen sich aber noch. Frau Berkowitz hat einen jüngeren Liebhaber am Theater, zumindest einmal hatten sie auch Sex, als sie zusammen in Cadaques waren. Wo auch sonst. Madame de Sévigné, die ich irgendwie dem Dunskreis "Gefährliche Liebschaften" zuordne, hat Liebesbriefe an ihre Tochter geschrieben. Et Marita (schöner Eifler Mädchenname) hat daraus ein Theaterstück gemacht. Marita Dings hat ein sehr langes Theaterstück mit einem sehr langen Namen gemacht. Marita hat auch eine Mutter. Julia hat auch eine Mutter, aber wie schon gesagt, keine Tochter mehr. Man erwähnt später einen weiblichen-Ödipus-Brainfuck. Julia erklärt sich bereit, das Stück zu inszenieren, zuerst setzt man sich aber zusammen und kürzt um ein paarhundert Seiten. Ziemliches Hin und Her. "Nein, das ist nicht mehr mein Stück", dann doch wieder, dann soll Julia es selber spielen, nein, auf keinen Fall, dann doch, weil sie sich inzwischen in Marita verliebt hat. Die will dann nicht, weil Julia nicht mehr weinen kann, nachher weint sie natürlich doch usw. Sie kriegen sich.

Ich musste überhaupt nicht weinen. Oder doch nur sehr, sehr wenig.

Der Kritiker ist ziemlich gut, und am Anfang gibt es ein, zwei sehr lustige Szenen. Die Darstellerin der Marita google ich jetzt nicht nochmal, ich habe irgendwo unbeholfen übersetzt, dass sie in Spanien als "la Woody Allen" gilt. Später ist leider Schluss mit lustig. Oder ich hab nichts mehr verstanden. Aber die anderen lachten auch nicht mehr.

Ziemlich viel Weichzeichner, verschmalzte Musik und doofe Schnitte. Es ist einmal ganz hübsch, wenn jemand einen Weg über einen Platz oder durch eine Hall geht und dazwischen ein paar Meter fehlen. Aber doch nicht jedes Mal. Julia Berkowitz, die Regisseurin, sieht man kurz verträumt an einem Grab sitzen (dem ihrer Tochter, von der man nie erfährt, in welchem Alter sie gestorben ist; da die unbekannte Stück-Autorin Marita oder Marina oder Annabell oder Ariane sie an ihre Tochter erinnert, könnte man so an Mitte Vierzig denken, aber das wäre für eine Mitte-Vierzig-Jährige ein schlechtes Tochteralter).

Mal fahren sie mit dem offenen Cabrio zum Landhaus, dann mit dem offenen Cabrio vom Landhaus zurück, dann mit dem geschlossenen Cabrio zum Landhaus, mit dem offenen zurück, mit dem geschlossenen Cabrio nach Frankreich, mit dem offenen herum, mit dem geschlossenen Cabrio zurück. Straße, Cabrio von vorne, Cabrio von hinten.

Als sie um viertel nach neun erstmals zur Sache zu kommen scheinen, ist alles schwarz-weiß: Nur geträumt, klar.

Unsere Kinonachbarinnen konnten sich nicht einigen, welche der beiden Frauen attraktiver sei, die Blonde zukünftige Ex-Hetera oder die dunkle Lesbe.

Es wurde kein bisschen gevögelt, und sie mussten über die ganzen 90 Minuten des Videodings an dem Theaterstück arbeiten, bevor sie sich in letzter Sekunde doch noch küssten. Was für eine Zeitverschwendung!

Samstag, 24. März 2007

Nachtrag

Nachtrag hierzu.
Zum heutigen Japanerinnen-Fest bei der WM in Tokyo, das ich dank France deux über eine normale Antenne empfangen konnte.

Eiskunstlauf ist so rosa-blümchen-röckchen-mädchen-schuhekaufenmäßig.
Mit einer Ausnahme natürlich:



Danke für Ihre Aufmerksamkeit.

Dienstag, 13. Februar 2007

Jede Wahrheit braucht einen Mutigen...

oder: Jede Freundschaft hat soviel Wahrheit, wie sie verkraften kann.

Ich hole the Vicar vom Flughafen Carcassonne ab. Auf der Fahrt nach anderswo denke ich laut, ob ich am Abend wirklich zur Chorprobe gehen soll.

V: "Fühle Dich durch mich an nichts gehindert."
S: "Aber Du bist nur drei Abende da."
V: "Auch wahr. Mach es, wie Du meinst."
S: "Wenn ich wüsste, Du bliebest drei Jahre, würde ich noch heute Abend die Flucht ergreifen."
V: "Ich auch."

Besuch aus Elsewhere in Anderswo. Ich freu mich so!

Dazu kommt: Nach der Sintflut gestern ("Anderswo baut gerade zum Olympiabecken um"), als man vor dem Haus nicht aus dem Auto steigen wollte, ist heute so ein Tag, an dem man zum Heizen einfach die Fenster öffnet.

Montag, 5. Februar 2007

Déviation

Die Jungs von Marquis de Sade, die seit April das Dorf einmal durchmaulwurfen, sperren seit Donnerstag einen von drei Auswegen. Ein paar Meter Route Barrée bedeuten hier in Anderswo eine Umleitung von Einmal-übern-Berg, um ins nächste Dorf zu gelangen. Wenn's reicht. Wenn man jemanden mit einem abgehobelten Stück Finger bzw. leider ohne eben das Stück nach Saissac zum Arzt bringt, fühlt sich Einmal-übern-Berg sehr lang an. Vor allem für die Beifahrerin. Laissez-passer-eine-Schafherde ist dann nur das Salz in die offene Wunde in der Suppe.

Sollte ich die Frage: "Glaubst Du, sowas wächst nach?" nach bestem Wissen oder bestem Gewissen beantworten? Reden ist Schweigen und Silber ist Gold.

Als sie aus der Werkstatt kam, las ich gerade einen von Moni verlinkten Artikel über eine Frau, die erst glücklich ist, seit sie sich ein Bein hat amputieren lassen. Mit Gruseln aber auch diesem Gefühl: Gibt halt nix, wattet nich gibt. War nicht schlimm, dass ich den Artikel nicht mehr zu Ende gelesen habe, nach der Rückkehr aus Saissac keinen Drang, ihn nochmal rauszusuchen.

Vielleicht verschwinden jetzt meine seit ein paar Monaten sich wiederholenden Träume von abgesägten Fingern, immer ihren, nicht meinen - Tischlerpech. Aber wenigstens bleibt die Realität mal hinterm Traum zurück, ist ja auch nicht immer so. Gestern abend beim Ausnehmen der Loups de Mer konnte ich plötzlich ganz schlecht Blut sehen.

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