<?xml version="1.0" encoding="UTF-8" standalone="yes"?>
<?xml-stylesheet href="http://sopran.twoday.net/rss2html.xsl" type="text/xsl"?>
<rdf:RDF 
  xmlns:rdf="http://www.w3.org/1999/02/22-rdf-syntax-ns#" 
  xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
  xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
  xmlns:cc="http://web.resource.org/cc/"
  xmlns="http://purl.org/rss/1.0/"
> 

  <channel rdf:about="http://sopran.twoday.net/">
    <title>Sopran (mezzo) : Rubrik:Holde Voegellieder</title>
    <link>http://sopran.twoday.net/</link>
    <description>mezzo</description>
    <dc:publisher>sopran</dc:publisher>
    <dc:creator>sopran</dc:creator>
    <dc:date>2008-02-03T21:59:39Z</dc:date>
    <dc:language>en</dc:language>
    <sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
    <sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
    <sy:updateBase>2000-01-01T00:00:00Z</sy:updateBase>
    
    <image rdf:resource="http://static.twoday.net/sopran/images/icon.jpg" />
    <items>
      <rdf:Seq>
            <rdf:li rdf:resource="http://sopran.twoday.net/stories/4547744/" />
            <rdf:li rdf:resource="http://sopran.twoday.net/stories/4495956/" />
            <rdf:li rdf:resource="http://sopran.twoday.net/stories/4429731/" />
            <rdf:li rdf:resource="http://sopran.twoday.net/stories/4248996/" />
            <rdf:li rdf:resource="http://sopran.twoday.net/stories/3736468/" />
            <rdf:li rdf:resource="http://sopran.twoday.net/stories/3433671/" />
            <rdf:li rdf:resource="http://sopran.twoday.net/stories/3396078/" />
            <rdf:li rdf:resource="http://sopran.twoday.net/stories/3388714/" />
            <rdf:li rdf:resource="http://sopran.twoday.net/stories/3376606/" />
            <rdf:li rdf:resource="http://sopran.twoday.net/stories/3271168/" />
            <rdf:li rdf:resource="http://sopran.twoday.net/stories/3104556/" />
            <rdf:li rdf:resource="http://sopran.twoday.net/stories/3091212/" />
            <rdf:li rdf:resource="http://sopran.twoday.net/stories/2923118/" />
            <rdf:li rdf:resource="http://sopran.twoday.net/stories/2906693/" />
            <rdf:li rdf:resource="http://sopran.twoday.net/stories/2868890/" />

      </rdf:Seq>
    </items>
  </channel>

  <image rdf:about="http://static.twoday.net/sopran/images/icon.jpg">
    <title>Sopran</title>
    <url>http://static.twoday.net/sopran/images/icon.jpg</url>
    <link>http://sopran.twoday.net/</link>
  </image>

  <item rdf:about="http://sopran.twoday.net/stories/4547744/">
    <title>Dom</title>
    <link>http://sopran.twoday.net/stories/4547744/</link>
    <description>&quot;Weihrauch sparet nicht noch Myrrhe&quot;*, so ohrwürmt es unablässig in meinem Kopf, dabei sitze ich zum Singen bereit: Doppelchörige Rheinberger-Messe, für die wir im &quot;Hohen Dom zu Köln&quot; zu schwach besetzt sind. Man sollte es für erhebend halten, das Singen im Dom, aber es ist ein Tort. Wie kriegen sie nur diese viele kalte Luft in das voluminöse Gebäude? Von draußen sicher nicht, sonst wäre es draußen wärmer. Und drinnen auch. Der ukrainische Mädchenchor ist in Tracht gekommen, mit Kniestrümpfen. Darüber Anoraks und Fellstiefelchen. Auch in Kiew wird es im Winter kalt sein. &quot;Sind das die Maxim-Biller-Treter?&quot; fragt mich der Bariton und zeigt auf meine neuen Stiefel. Ja, das sind sie, aber noch vor der Kommunion ist die Kälte durch die Felleinlagen in meine Füße gedrungen. Das Singen selber: Akustik mangelhaft, kein Nachhall, kein Vermischen, jeder singt allein. Dazu das enorme Grundgeräusch des Domes, zu dem sich alle Geräusche von außen (Weihnachtsmarkt, Hauptbahnhof, Domplatte) vermischen. Uns ist ein Liturgieberater zugewiesen worden, der uns Zeichen gibt, wann aufstehen, wann hinsetzen, wann Glaubensbekenntnis vorbeten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im abschließenden Hirtenwort wird die Absicht erklärt, die Mission in Südamerika den Indios nun wieder mit &quot;Fantasie und Engagement&quot; beizubringen. Bis dahin hatte sich die katholische Kirche von ihrer harmlosen Seite gezeigt. Gegen &quot;Macht hoch die Tür&quot; lässt sich nun wirklich nichts sagen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;font size=&quot;1&quot;&gt;*Bitte raten Sie das Originallied in die Kommentare!&lt;/font&gt;</description>
    <dc:creator>sopran</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://sopran.twoday.net/topics/Holde+Voegellieder&quot;&gt;Holde Voegellieder&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2007 sopran</dc:rights>
    <dc:date>2007-12-19T14:50:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://sopran.twoday.net/stories/4495956/">
    <title>Sopran hören</title>
    <link>http://sopran.twoday.net/stories/4495956/</link>
    <description>&quot;Magnificat&quot; - Adventskonzert des Bonner Kammerchors&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Samstag, 1.12.2007&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
12 Uhr  Kirche Sankt Remigius, Brüdergasse, Bonn-Innenstadt &lt;br /&gt;
20 Uhr  Pfarrkirche Sankt Maria Magdalene, Magdalenenstraße, Bonn-Endenich&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Mittags Eintritt frei, dafür nicht das ganze Programm, abends 10/7 Euro)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sonntag, 2.12.2007&lt;br /&gt;
15 Uhr   Abtei Marienstatt bei Hachenburg, Westerwald (25/20 Euro)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bonner Kammerchor&lt;br /&gt;
Leitung Philipp Ahmann&lt;br /&gt;
Düsseldorfer Posaunenquartett&lt;br /&gt;
Michael Otto, Orgel&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Werke von &lt;br /&gt;
Andreas Hammerschmidt (nicht Samstag um 12), Heinrich Schütz, Thomas Adès (nicht Samstag um 12), Felix Mendelssohn-Bartholdy, Igor Strawinsky, Arvo Pärt und Dietrich Buxtehude.</description>
    <dc:creator>sopran</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://sopran.twoday.net/topics/Holde+Voegellieder&quot;&gt;Holde Voegellieder&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2007 sopran</dc:rights>
    <dc:date>2007-11-30T14:54:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://sopran.twoday.net/stories/4429731/">
    <title>Herne, die Perle des Ruhrgebietes</title>
    <link>http://sopran.twoday.net/stories/4429731/</link>
    <description>Auf der stockigen Anfahrt (Unfall A 1, zu viele Autos A 43) hatte ich ein kleines Gesumm, das lautete: &quot;Herne wird ja unterschätzt, Herne, Herne, so hübsche Eckchen, hat doch, denkt doch keiner, dieses Ruhrgebiet.&quot; Das Gesumm erstarb aber, als ich bei Dämmerung und Regen in Herne Mitte einfuhr. &quot;Kulturzentrum&quot; heißt der Backsteinklops, mit Stadtbücherei, Kaschemme und Volkshochschule. Ein herrlicher Ort für die weltberühmten &lt;a href=&quot;http://www.tage-alter-musik.de/&quot;&gt;Tage alter Musik in Herne&lt;/a&gt;, die der WDR da immer veranstaltet. Eines der weltweit bedeutendsten Festivals für alte Musik. Da denke ich an romanische Kirchlein. Stattdessen: Knallharte braunbeige Stadthallenrealität. NATUR NATUR ICH WILL BETON PUR.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der hässlichen Garderobe schüttelte der französische Naturtrompeter den Kopf über Herne, ein sehr französisches Kopfschütteln der Art, &quot;c&apos;est bizarre, n&apos;est-ce pas?&quot; Èrne, er habe einen Kollegen in Ravensburg, der habe mal Urlaub gemacht mit seiner Familie in diese Rührgebiet. C&apos;est bizarre. Impeccable sein Trompetenspiel. Naturtrompeten! Gebogene Frischwasserrohre mit Bindfaden zusammengefügt. So viele unterschiedliche Töne ohne Ventile. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ebenfalls aus dem Sanitärhandel das Objektiv des Konzertfotografen, das bestand aus einem Stück Abflussrohr. Großformatkamera, er drehte immer an diesem Abflussrohr, ich dachte an die Lochkamera aus Pappe, die ich mal gebastelt hatte. In dem Abflussrohr war was drin, und das Rohr diente der Schalldämpfung. Ahso.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.tage-alter-musik.de/tam_kon1.html&quot;&gt;Konzert wird im Radio gesendet am 17. November&lt;/a&gt;. Schade, dass im Radio die Solosopranistin nicht zu sehen ist. Dann halt &lt;a href=&quot;http://hernani.univ-tours.fr/index.php/Chantal_Santon/77/0/&quot;&gt;hier&lt;/a&gt;. Wir sind nicht der &quot;Chor Arte del Mondo&quot;, den gibt es gar nicht. Sopran singt im &lt;a href=&quot;http://www.bonner-kammerchor.de&quot;&gt;Bonner Kammerchor&lt;/a&gt;.</description>
    <dc:creator>sopran</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://sopran.twoday.net/topics/Holde+Voegellieder&quot;&gt;Holde Voegellieder&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2007 sopran</dc:rights>
    <dc:date>2007-11-09T14:13:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://sopran.twoday.net/stories/4248996/">
    <title>Ernst ist die Leber.</title>
    <link>http://sopran.twoday.net/stories/4248996/</link>
    <description>Derartiges steht an der Wand der &quot;Kulisse&quot;, der Schänke am Erholungshaus in  Leverkusen. All die wackeren Werktätigen, die seit dem Morgengrauen Acetylsalicylpülverchen in von Fremdarbeitern im Keller geklebte Papiertütchen gefüllt, Erlenmeierkolben abgekühlt und Reagenzgläser gespült haben, holen nach getaner Schicht ihre Tuben, Fideln und Tröten aus dem Spind, hängen die grauen Kittel hinein und radeln zum Erholungshaus. Auf Fahrrädern mit zwei Querstangen, denn die dürfen das Werksgelände verlassen. Und dann: Probe des Bayerorchesters.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und wir dabei. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Konzerttipp: &lt;br /&gt;
Freitag, 14. September, 20 Uhr, Altenberger Dom. Schubert Achte, Biblische Lieder von Dvorak, Gloria von Poulenc (mit Solosopran, Chor und Sopran-that&apos;s-me in der Herde).</description>
    <dc:creator>sopran</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://sopran.twoday.net/topics/Holde+Voegellieder&quot;&gt;Holde Voegellieder&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2007 sopran</dc:rights>
    <dc:date>2007-09-10T22:03:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://sopran.twoday.net/stories/3736468/">
    <title>Ch&oelig;ur #5</title>
    <link>http://sopran.twoday.net/stories/3736468/</link>
    <description>Jeden zweiten Dienstag und einmal im Monat den ganzen Sonntag ist Chorprobe. Wir singen zu achtzehnt zehnstimmig, und es sind ja auch nicht immer alle da. Anfangs waren es vingt, aber zwei haben schon gekniffen. Marie-Odile, die mit mir den ersten Sopran teilt, war gestern mal wieder nicht da. &quot;Mal wieder&quot; ist total ungerecht, sie ist ja immer da, wenn ich &quot;mal wieder&quot; nicht da bin. Heißt dann: Immer allein anfangen, mich wacker in Marie-Odiles soli stürzen, Lorbeeren gibt es keine, nur zum Lesen komme ich nicht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am Sonntag war Marie-Odile da, da schaffte ich zwei Drittel von &quot;Herbstjagd&quot;, dem neuen Thriller des Kollegen Wolfgang Kaes. Kollege auch übertrieben, der Mann ist bei der Zeitung Ressorleiter, bei der ich mal Lohnschreiberin war. Überbeansprucht dieses Stalking-Thema etwas. Achtung AUSSAGE. Sonst aber prima. Psychopathenkrimi halt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gestern Antje Ravic Strubel, &quot;Kältere Schichten der Luft&quot; angefangen. Aber wie gesagt, zu nix gekommen. Heute kam das Töchterflugzeug eineinhalb Stunden zu spät. Kanucamp in Schweden, das ist schon mal gut. Lesbische Hauptfigur aus Halberstadt, auch schon mal gut. Nicht gut: Die &quot;Gore-Tex-Sandalen&quot; auf Seite 9. Es gibt keine Gore-Tex-Sandalen. Und wenn es sie gäbe, würden diese Kanuleute sie sich nicht andrehen lassen. Obwohl: Die Firma Jack Wolfskin würde wahrscheinlich sogar Gore-Tex-Sandalen unters Volk bringen. Wofür soll &quot;wasserdicht und atmungsaktiv&quot; bei Sandalen gut sein? Eben. Haben ja sowieso Löcher. Und Löcher lassen immer noch mehr Luft durch als GoreTex.</description>
    <dc:creator>sopran</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://sopran.twoday.net/topics/Holde+Voegellieder&quot;&gt;Holde Voegellieder&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2007 sopran</dc:rights>
    <dc:date>2007-05-16T15:35:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://sopran.twoday.net/stories/3433671/">
    <title>Ch&oelig;ur #4</title>
    <link>http://sopran.twoday.net/stories/3433671/</link>
    <description>Die flotte zehnstimmige Fuge aus dem Scarlatti kann man auch mal zweieinhalb Stunden lang üben. Aus geheimen probentechnischen Gründen in einem grässlichen Staccato. Nein, eigentlich nicht. Marie-Odile et moi beherrschen unsere Stimme bereits impeccable. Marie-Odile weiß Bescheid und legt schon beim Einsingen ihren Sherlock Holmes bereit. Ich habe nicht daran gedacht, was zu lesen einzpacken und muss nun weglesen, was ich finde. Den Unicef-Weihnachtskarten-Katalog vom Tisch neben mir, alle Kassenbons in meinem Portemonnaie, das kleine Gipfelbuch, die Vokabeln in meinem privaten Französischbuch, mein neuer Führerschein - alles schnell aufgebraucht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hätte ich doch nicht die Staubsaugerbeutelpackung im Auto gelassen!</description>
    <dc:creator>sopran</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://sopran.twoday.net/topics/Holde+Voegellieder&quot;&gt;Holde Voegellieder&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2007 sopran</dc:rights>
    <dc:date>2007-03-14T07:51:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://sopran.twoday.net/stories/3396078/">
    <title>Ch&oelig;ur #3</title>
    <link>http://sopran.twoday.net/stories/3396078/</link>
    <description>&quot;Sopran, comment prononce-t-on en allemand: Sohn ou ß&#248;n?&quot; fragt mich ein Tenor beim Abendessen. Er hat eine Wette laufen. Französisches Nonnentagungshausessen ist übrigens nicht besser als deutsches Nonnentagungshausessen. Nur französischer. Der Tenor hat mal mit einem Österreicher Bach gesungen. Sein Nachbar bestreitet nun, dass die dort vermittelte Aussprache richtig ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&quot;Un Autrichien.&quot;&lt;br /&gt;
&quot;Un autre chien?&quot;&lt;br /&gt;
&quot;Un autruche ou chien?&quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Art von Humor verstehe ich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es wird: Am Nachmittag habe ich in dürftigem Französisch erklärt, warum es &quot;Trotz dem alten Drachen heißt&quot; aber &quot;Trotz des Todes Rachen&quot;. Der Ch&oelig;ur hatte das schon in den Noten verschlechtert. Eine auch in deutschen Chören noch gerne geführte Diskussion. Trotz c&apos;est imperatif, une forme d&apos;un verb. Heißt das hier auch Dativ und Genitiv? Et &quot;Rachen&quot;, qu&apos;est-ce que c&apos;est? &quot;Gorge&quot; fällt mir ein, stolz! Über die Bedeutung von &quot;verstummen&quot; existiert ein Irrtum. Der Chorleiter hält das für sowas wie &quot;toben&quot; und lehnt das notierte Piano zunächst ab. &quot;Et comment tratuit-on brummen?&quot; Äh, comme le bass fait? Mh. Hilflos. Ich suche Rat per SMS. Antwort: &quot;Versuche es mit ronronner, aber lege die Stirn dazu in böse Falten.&quot; Ich frage zurück: &quot;Lachen mich dann alle aus?&quot; Antwort: &quot;ALLE vielleicht nicht...&quot; Ronronner heißt Schnurren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Inzwischen weiß ich: ronchoner heißt murren, das trifft es vielleicht am besten. Ponds sei Dank.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Übrigens stand bis ins 18. Jahrhundert hinein &quot;trotz&quot; sowieso meist mit dem Dativ, nicht mit dem Genitiv, siehe auch &lt;a href=&quot;http://de.wiktionary.org/wiki/trotz&quot;&gt;hier&lt;/a&gt;. Ich finde das einleuchtend, schließlich trotzt man jemandem oder etwas. Trotz ist eine meiner leichtesten Übungen, deshalb bin ich selber damals beim Dativ geblieben. Oh Gott, ich zwiebelfische. Dann lieber: Ich Eike-Christian-Hirsche.)</description>
    <dc:creator>sopran</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://sopran.twoday.net/topics/Holde+Voegellieder&quot;&gt;Holde Voegellieder&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2007 sopran</dc:rights>
    <dc:date>2007-03-05T09:36:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://sopran.twoday.net/stories/3388714/">
    <title>Ch&oelig;ur #2</title>
    <link>http://sopran.twoday.net/stories/3388714/</link>
    <description>Gelernt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Niemals pünktlich kommen, sonst hagelt es Bises. Rechts links, nur zwei, das immerhin, aber von 20 Personen? bises und bises einmal-durch-den-Chor verhält sich wie schlichtes Händeschütteln zu Friedensgruß-in-der-Kirche. Und ich war nichtmal pünktlich. Zehn Minuten nach dem angekündigten Probenbeginn um halb neun traf ich bereits zwei Chormitglieder an, den Iren und den Belgier. Sie standen neben einem leeren Pizzakarton und einer halbvollen Flasche Rotwein, hinterlassen von früher angereisten Chormitgliedern, die sich aber bis gegen neun noch ein wenig frisch machten oder wasauchimmer. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der typische französische Chorscherz hat mit all diesen phonetischen Teekesselchen zu tun, von denen ich immer dachte, dass Franzosen sie anders als ich problemlos unterscheiden können. Ich habe schon alle wieder vergessen, außer, dass aus dem lateinisch-französisch ausgesprochenen &quot;secundum&quot; von den hier wie dort immer zu einem Scherz aufgelegten Tenor ses condoms gemacht wurde. Riesig. Es gab bestimmt auch bessere Scherze, aber die habe ich nicht verstanden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich kann hier überhaupt keine Scherze machen, das ist auch ungewohnt, denn die heimischen entspringen entweder einer gemeinsamen kulturellen Entwicklung (&quot;Votre chien ne peut pas parler&quot; - Loriot) oder einer gemeinsamen chorischen Sozialisation, in der noch einigen Überlebenden völlig klar ist, dass ein lebendiger Hund besser ist als ein toter Löwe.</description>
    <dc:creator>sopran</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://sopran.twoday.net/topics/Holde+Voegellieder&quot;&gt;Holde Voegellieder&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2007 sopran</dc:rights>
    <dc:date>2007-03-02T22:26:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://sopran.twoday.net/stories/3376606/">
    <title>Ch&oelig;ur #1</title>
    <link>http://sopran.twoday.net/stories/3376606/</link>
    <description>Ich habe eine Schwangerschaftsvertretung in einem anderswoischen Chor angenommen und mich gestern zum ersten Mal in die Probe getraut. Wie es hier im Süden so üblich ist, heißt 20.30 Uhr Probenbeginn natürlich nicht, dass die Probe um 20.30 Uhr beginnt. Ab halb neun stehen nach und nach die ersten Freaks vor der Tür. Ein Ire, ein Belgier, ein Pfälzer, eine Amerikanerin, eine Chinesin, ich. Ein paar von ihnen sprechen drolliges Deutsch, andere ein Französisch, das meinem drolligen Französisch nur noch entfernt ähnelt. Daraus schließe ich, dass sie schon länger hier sind. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gegen neun ist ein passender Raum gefunden, Stühle aufgebaut, ein E-Piano angefeuert, der Chorleiter da. Man kann beginnen: Mit Bises für Alte und Neue, Genesene Zurückgekehrte, frischegebackene Ex-Schwangere, ein wenig Konversation. Ich stelle mich kurz vor, Sopran, ah oui, elle remplace Marie-Sowieso. Man benutzt Notenständer, um den Krimi abzulegen. &lt;br /&gt;
Und schon sitzt man zum Einsingen bereit. Aufgestanden wird erst nach der Probe wieder. &lt;br /&gt;
Französisches Latein wird gesungen, das finden sogar die Franzosen drollig. Cum heißt cöm. Ich habe schon bald einen ersten Klugscheißer-Auftritt, &quot;Weg&quot; aus &quot;Du bist der rechte Weg&quot; hat nicht nur eine andere Bedeutung, sondern auch eine andere Aussprache als &quot;weg&quot; aus &quot;Weg mit allen Schätzen&quot;. Es hätte mich nicht gewundert, hätte man mich angesprochen mit &quot;sei gegrüßet&quot; oder verabschiedet mit &quot;gute Nacht, o Wesen&quot;. Sollte ich jemals italienisch sprechen müssen, würde ich den Frühling und die sprießende Natur und die sprudelnde Quelle besingen. Dank Heinrich Schütz.</description>
    <dc:creator>sopran</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://sopran.twoday.net/topics/Holde+Voegellieder&quot;&gt;Holde Voegellieder&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2007 sopran</dc:rights>
    <dc:date>2007-02-28T12:35:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://sopran.twoday.net/stories/3271168/">
    <title>JOHN ANDERSON, my jo, John,	  &lt;br /&gt;
When we were first acquent;	&lt;br /&gt;
Your...</title>
    <link>http://sopran.twoday.net/stories/3271168/</link>
    <description>JOHN ANDERSON, my jo, John,	  &lt;br /&gt;
When we were first acquent;	&lt;br /&gt;
Your locks were like the raven,	  &lt;br /&gt;
Your bonie brow was brent;	&lt;br /&gt;
But now your brow is beld, John,	      &lt;br /&gt;
Your locks are like the snaw;	&lt;br /&gt;
But blessings on your frosty pow,	  &lt;br /&gt;
John Anderson, my jo.	 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
John Anderson, my jo, John,	  &lt;br /&gt;
We clamb the hill thegither;	       &lt;br /&gt;
And mony a cantie day, John,	  &lt;br /&gt;
Weve had wi ane anither:	&lt;br /&gt;
Now we maun totter down, John,	  &lt;br /&gt;
And hand in hand well go,	&lt;br /&gt;
And sleep thegither at the foot,	          &lt;br /&gt;
John Anderson, my jo.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Robert Burns&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Schumann-Chorlied schubste mich beim Singen in einen noch unbekannten Rührungs-See.&lt;br /&gt;
Zum ersten Mal selber die Idee gehabt, mit einem Menschen alt werden zu wollen.&lt;br /&gt;
Schreck-Staunen-Glück</description>
    <dc:creator>sopran</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://sopran.twoday.net/topics/Holde+Voegellieder&quot;&gt;Holde Voegellieder&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2007 sopran</dc:rights>
    <dc:date>2007-02-02T12:33:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://sopran.twoday.net/stories/3104556/">
    <title>Weihnachten, na gut, dann eben doch.</title>
    <link>http://sopran.twoday.net/stories/3104556/</link>
    <description>Die Zwei darf den Bischofsstab halten, vielleicht übt sie für später. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Macht hoch die Tür, Stille Nacht, Es ist ein Ros entsprungen (339), Ich steh an Deiner Krippenhier, Heiligste Nacht (341), Heilig, Heilig, drei mal heilig (selbe Melodie) - alles schön und gut, aber je näher die Einschläge kommen, desto mehr sehe ich meine Felle schwimmen. Und nach 90 Minuten die erlösenden drei Ziffern: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;font size=&quot;4&quot;&gt;340&lt;/font&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Menschen, die ihr wart verloren.&lt;br /&gt;
My own private Weihnachtsfest.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Abzulegen unter&lt;br /&gt;
Inseln, selige&lt;br /&gt;
Scheibe Erde&lt;br /&gt;
Holde Vögellieder)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
340 und 341 übrigens beide von Christoph Bernhard Verspoell, um 1810. Von dem ist auch der Megahit &quot;Fest soll mein Taufbund immer stehen&quot;. &lt;br /&gt;


&lt;hr /&gt;
(und jetzt endlich allein, Weinflasche, Buch)</description>
    <dc:creator>sopran</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://sopran.twoday.net/topics/Holde+Voegellieder&quot;&gt;Holde Voegellieder&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2006 sopran</dc:rights>
    <dc:date>2006-12-24T22:55:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://sopran.twoday.net/stories/3091212/">
    <title>Alternde-A-Cappella-Boygroup-Bashing</title>
    <link>http://sopran.twoday.net/stories/3091212/</link>
    <description>Karten wegschmeißen wäre ja auch doof gewesen, und die Zwei war glücklich. Kinder dürfen Wi*se Gu*ys gut finden, sogar meine eigenen Kinder. Die Plätze in der Beethovenhalle hatten sie einfach doppelt vermietet, aber die Zwei saß am Gang und konnte was sehen, mir war&apos;s sowieso egal. &lt;br /&gt;
Mit dem ersten Lied hatten sie mich sofort wieder erreicht. Denglisch. Oder Denglish. Egal. Herpes. Darin wird sich dann aufgeregt, dass es nicht Toilette sondern McClean heißt oder so. Was für&apos;n Deutsch ist denn Toilette. Miesepetriger vorvorgestriger Sprachreinhaltismus. Genau das, wozu das überwiegend ältere Publikum fußwippen und genau! sagen kann. Genau! Fußwipp! Genau! Das überwiegend jüngere Publikum (10 bis 14) aber sagt Hä? Und findet einfach alles supi, was die da singen. &lt;br /&gt;
Ich habe die zweimal gehört, immer mitgeschleppt, 1997 und 2003, beides ungefähr. Beim ersten Mal hatte ich schon beim ersten Lied kalte Schweißausbrüche, ich war mit mädchenhaften Fans dort, ich wusste, ich muss das gut finden, sonst machen sie mich fertig. Ich kann nicht lügen. Sie machten mich fertig. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beim zweiten Lied krame ich in meinen Taschen, so verzweifelt wie vergeblich. Laufe ins Foyer, frage den Brezelmann und die Platzanweiserin, und eine Frau im Kittel gibt mir schließlich einen Stift. Übersprunghandlung, dieses ewige aufschreiben. Moleskinnen, dieses Mal ohne Moleskin, das bei mir eh nicht von Moleskin ist, sondern viel schöner. Auf dem weißen Plastikkuli steht DB Consulting irgendwas Bildung Dienstleistung. Ich finde die Frau später nicht wieder und behalte den Kuli. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Darf eine gealterte Boygroup, die gefühlsduselige &quot;Balladen&quot; singt und ein biederes Publikum anspricht, über Pur lästern? Finde ich unlauter. Über Pur lästern ist auf unterster Humorstufe, auf der sich auch findet:&lt;br /&gt;
Denglisch&lt;br /&gt;
Neun Live&lt;br /&gt;
Birkenstocksandalen&lt;br /&gt;
Jürgen Fliege&lt;br /&gt;
Klinsmann=Schwabe&lt;br /&gt;
Heidi Klum=doof&lt;br /&gt;
Bielefeld&lt;br /&gt;
FC Köln&lt;br /&gt;
Daum+Koks&lt;br /&gt;
Microsoft=Kleinweich&lt;br /&gt;
usf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pawlowsche Witzschlüsselreize.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich kann keine Pointen. Machen. Leider sehr schnell Pointen vorhersehen. Die bete ich reflexhaft vor, lange bevor sie fallen. Der Mann bewundert das, deshalb schaffe ich es nicht, es mir abzugewöhnen. Säße ich je neben mir, ich würde mir die Fresse polieren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die jeweils einzige Pointe eines jeden Liedes, nein, nochmal. In den Liedern mit Pointe erscheint die jeweils einzige Pointe spätestens am Ende der ersten Strophe, für mich tolle Pointenprophetin noch früher und wird dann noch ein paar Strophen lang zu Tode geritten, aber ich kann ja nicht bei jedem Lied aufs Klo gehen und muss ja auch Rücksicht auf die Gefühle des Kindes nehmen. Ich versuche, mich mit Fußwippen in Stimmung zu bringen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um mich her viel weiße Blusen. Viele Brillen, die bunt, groß, eckig schreien: Früher hat sie sich geschämt, eine Brille zu tragen, heute steht sie zu mir, denn ich bin vom Designer. Viele Blonde Pferdeschwänze, Stockmaß 140-150 cm. Im Rahmen ihrer Möglichkeiten ausgeflippt wippende und klatschende Zwerge mit hochgekrempelten Sakkoärmeln (ich kann mich auch alleine amüsieren), ergraute Paare in abgestimmten Strickpullovern über Hemdblusen. Bei Männern heißt das eigentlich nicht Hemdbluse aber doch. Halbe Kirchenchöre. Auf der Treppe sitzt der Redakteur, seine Karte war wohl auch zweimal verkauft worden. Er hat auch einen blonden Pferdeschwanz neben sich. Wir sind in der selben Lage. Gefasst. &lt;i&gt;(Er lobt das Konzert später in der Zeitung über alle Maßen. Aber das würde ich für meine Tochter auch tun. Eventuell.)&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich bin für Ökonomie. In der Musik und im Text. Auch wenn ich das im Moment nicht so zeige. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dass die Zahl der Silben zur Zahl der zu singenden Töne passt, erreicht man mühelos durch großzügige Verwendung von&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
so&lt;br /&gt;
nicht so&lt;br /&gt;
echt nicht so&lt;br /&gt;
ziemlich&lt;br /&gt;
so ziemlich&lt;br /&gt;
richtig&lt;br /&gt;
nicht so toll&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist doch unseriös.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gerne sähe ich mit Milde ins Publikum, auf diesen frisch gepflügten Acker der Humoraufnahmebereitschaft. Werdet wie die Kinder, habt Freude an den harmlosesten und unschuldig zu Tode gerittensten Pointen. Ich bin so eine abgebrühte Humorsau, ich brauche einfach härteren Stoff. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als letztes Lied von Noten O come all ye faithful, so ein schönes Lied. Eigentlich.</description>
    <dc:creator>sopran</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://sopran.twoday.net/topics/Holde+Voegellieder&quot;&gt;Holde Voegellieder&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2006 sopran</dc:rights>
    <dc:date>2006-12-20T23:59:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://sopran.twoday.net/stories/2923118/">
    <title>Zauberflöten am laufenden Band</title>
    <link>http://sopran.twoday.net/stories/2923118/</link>
    <description>produziert die Bonner Oper. Die erste sah ich 1979. Gestern schickte die Zeitung die Aushilfskritikerin zur dritten Wiederaufnahme der Inszenierung von 1996. Ich solle auf die Königin der Nacht achten, die sei neu. Ich will die Adele von neulich noch mal hören.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während der Ouvertüre versuche ich, mir die Bildchen im Hintergrund zu merken, ich spiele &quot;Am laufenden Band&quot;, vielleicht wird diese komische Zielscheibe noch mal wichtig sein, oder der rote Schuh. Ich schließe die Augen und repetiere: Dreieck mit Auge, Maurerkelle, roter Schuh, aufgeklappte Schachtel mit Kugel, Löwenkopf, Totenschädel, Bogen, Kescher, Schlange, Panflöte, Querflöte, ovales Bild mit Frauenkopf, Mond, Sterne, Sonne, Kringel, komische Schriftzeichen, blauer Vogel, grüner Fisch, Wasser mit drei Flammen, Pfeil, Ketten mit Fußfesseln, roter Schuh (Mist, doppelt), ich sollte darauf achten, wie das Orchester spielt, bisschen dumpf klingt es immer aus dem Graben, scheint ganz ok zu sein, ich werde jedenfalls nicht abgelenkt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auftritt Schlange. Die kommt mir weniger lächerlich vor als die letzten Male (zuerst 1996), es ist aber immer noch eine Türschlitzwurst von Ikea. Die nachte junge Frau, die der Schlange den Kopf führt zu Tamino möchte ich lobend erwähnen. Sie huscht nur für einen Moment durch die schiefe Schachtel, die das Bühnenbild ist. Pfeil war auch auf dem Bild, aber Taminos Kescher ist leer, und das wollte der Schikaneder auch so.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die drei Damen treten dauernd auf ihre Kleider oder bewegen sich so, als träten sie dauernd auf ihre Kleider, auf dem Boden liegt faltiger Stoff, an den sie sich noch werden gewöhnen müssen im Verlauf der weiteren Aufführungen. Ist ja eine Art Premiere, wenn man das so nennen kann bei einer zehn Jahre alten Inszenierung. Ich mag die schiefe Schachtel, auch wenn es mir vorkommt, als sähe ich in dieser Oper immer schiefe Schachteln. Aber vielleicht war ich nur zu oft in der Zauberflöte. Die Kostüme möchte ich alle haben, aber wenn sie immer wieder und wieder wiederaufnehmen, werden sie die wohl nicht in die Versteigerung geben. Der Tamino trägt eine Art Schlafanzug mit Pferdchenmotiven, weißblau, die Pamina Lachs, gräßliche Farbe, aber Anna Virovlansky kann nichts entstellen. Ich frage mich, ob sie für jede Besetzung ein anderes bezaubernd schönes Bildnis herstellen, denn dieses sieht Anna Virovlansky deutlich ähnlicher als der ausgefallenen Julia Kamenik. Alle vier anderen Frauen tragen rot-schwarz, die Männer gelb, Ethno-Muster, die Löwen, sind die neu? Sarastro hat eine Gazelle gejagt, man hat sich was geliehen beim &quot;König der Löwen&quot;-Musical, stelle ich mir vor. Die Löwen sind dramaturgisch so unwichtig. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Papageno, die Damen und Tamino jonglieren mit Totenschädeln. Darf man das heutzutage noch?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Streichen sollte man den armen Monostatos. Zieht irgendwie runter, die Figur, keiner liebt mich, weil ich schwarz bin. Und ich denke: Nein, keiner liebt Dich, weil Du ein Langweiler bist mit einer langen weiligen Arie und die nicht mal besonders toll singst. Wie soll man diese Rolle auch nur annähernd p.c. inszenieren? Ohne ihn würde die Oper auch funktionieren und statt dreieinviertel Stunden nur dreieinhalb Stunden dauern. Tamino ist eine trübe Tasse und wird es bis zum Ende und darüber hinaus bleiben, da können die Maurer noch so in ihn investieren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgabe des Sarastro ist, möglichst tief zu singen, und das macht er wohl ganz gut. Aufgabe der Königin der Nacht ist es, möglichst hoch zu singen, dafür muss ein Gaststar engagiert werden, einer, der noch bezahlbar ist, wie die Dänin Louise Fribo, die die Rolle noch nicht an der Met gesungen hat. Sie macht das gut, trifft nicht immer ganz genau da oben, aber sie traut sich, bei diesen ganzen schnellen hohen Tönen immer weiter zu spielen, hübsch böse und bitter und rachsüchtig, ich mag das. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Durchbruch der Frauenbewegung, dass die drei Knaben statt mit Sängerknaben oder drei selben oder weiteren Damen mit knackfrischen weiblichen Teenagern aus dem Jugendchor der Oper besetzt sind. Die drei tragen weiße Kniestrümpfe und bieten die beste Ensembleleistung des Abends. Ihre Vorstellung von Rhythmus deckt sich mit der des Dirigenten. Großer Spaß, die drei. Ihre Stimmen gerade noch kindlich, der zweite Knabe schon ziemlich kernig zu hören, das ist schön, da versteht man dann auch den Text richtig gut. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Publikujmsliebling ist wie immer der Papageno. 1996 war das Thomas Mohr, der mit Gipsbein spielte, der von gestern war nur erkältet, ließ er vorher ansagen, aber man hörte es nicht. Der Papageno darf nicht zu kultiviert singen, das geht erkältet vielleicht noch besser. Der Papageno darf alle an die Wand spielen. Tat er auch. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwischendurch dachte ich wie jedes Mal: Ach, so ist das, jetzt habe ich&apos;s verstanden. Dann erinnerte ich mich, dass ich es immer verstanden habe aber wegen egal immer sofort vergessen. Dieser ganze Maurerquatsch erschließt sich mir nicht, aber ich verstehe schon, dass sich das Libretto vom Schikaneder damals von dem anderen Liebe-Fürsten-Verwechslungs-Kram unterschieden hat. Die Sachen vom Anfangsbild tauchen alle genau so wieder auf, sie wirken als Requisite genau so hübsch bunt und selbstgebastelt, dass ich sie sofort wiedererkenne. Überhaupt alles so schön bunt, einmal huschen ein paar unvorteilhaft aufgepolsterte Menschtiere über die Bühne, warum auch immer, Hauptsache, es gibt immer was zu gucken. Die schiefe Schachtel wird auf unterschiedliche Art verkürzt und verlängert, perspektivisch immer so haarscharf daneben, dass man die Absicht spürt, es so haarscharf daneben zu zeichnen. Auch das gefällt mir. Der Regisseur hat sich der Aufgabe offensiv gestellt, die Zuhörer vom Einschlafen abzuhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Opernschlaf ist ein anstrengender, wenn man wie ich zum Schnarchen neigt. &quot;Da, jetzt kommt die Königin der Nacht&quot;, weckt meine Nachbarin ihren Begleiter, vielleicht hat er sie vorher darum gebeten. Der Mann neben mir atmet auch eine Weile ruhiger zwischendurch. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine gelbe Hand mit schwarzem Punkt, eine schwarze Hand mit gelbem Punkt. Auch auf dem Bild, die Maurerhandschuhe sind das. Einmal findet eine etwas zähe Abstimmung mit dem Männerchor statt, die lümmeln alle auf dem Boden an der Wand herum und sollen (erst mit dem schwarzen, dann mit dem gelben Händchen) entscheiden, ob der fahle Prinz seine Chance bekommt. Es wird doch sehr viel geredet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Pamina ist auch als Pamina eine süße Adele (&quot;Oh je, oh je, wie rührt mich dies&quot;, trällere ich schon wieder vor mich hin, im Opernhaus noch kopfintern, später lauter), nicht allzu deprimiert über die Gefangenschaft. Sie lässt sich von den weiblichen Knaben dann auch schnell überzeugen, sich lieber doch nicht umzubringen, und hat ihre gute Laune rasch wieder. Später hält der Tamino sie im Arm wie einen Pfosten. Ich könnt ihm das mal zeigen, wie man eine Frau im Arm hält. Wenn ich nicht so klein wäre.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Große Lyrik:&lt;br /&gt;
&lt;cite&gt;&quot;Wahnsinn tobt ihr im Gehirn&lt;br /&gt;
Selbstmord steht ihr auf der Stirn.&quot;&lt;/cite&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alle Frauen tragen diese roten Schuhe, die Schlangenfrau, die drei Damen, die Königin der Nacht, die Pamina (bis auf die Szene, in der sie im Nachthemd und barfuß ist) und die nicht mehr taufrischen Damen des Opernchores. Sehr schöne rote Schuhe, nichts für mich, aber trotzdem, holla. Am Chor verlieren sie etwas, aber an der nackten kahlen orangen Schlangenfrau. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Schloss, ein Ei, eine Pyramide. Eine Schrift &quot;Keine Rache&quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für das Wasser mit den Flämmchen bekomme ich eine Reise zum Ätna, für die Maurerkelle ein Gartenhäuschen, für den Bogen einen Jagdausflug, für die Schachtel eine Schachtel und für den Fisch einen Fisch. Die komische Zielscheibe ist der siebenfache Sonnenkreis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Danke, Rudi.</description>
    <dc:creator>sopran</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://sopran.twoday.net/topics/Holde+Voegellieder&quot;&gt;Holde Voegellieder&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2006 sopran</dc:rights>
    <dc:date>2006-11-12T10:38:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://sopran.twoday.net/stories/2906693/">
    <title>&lt;a href=&quot;http://gebuelde.twoday.net/stories/2905046/&quot;&gt;Gregor hört...</title>
    <link>http://sopran.twoday.net/stories/2906693/</link>
    <description>&lt;a href=&quot;http://gebuelde.twoday.net/stories/2905046/&quot;&gt;Gregor hört holde Vögellieder&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(bei Erasmus von Meppen)</description>
    <dc:creator>sopran</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://sopran.twoday.net/topics/Holde+Voegellieder&quot;&gt;Holde Voegellieder&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2006 sopran</dc:rights>
    <dc:date>2006-11-07T23:09:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://sopran.twoday.net/stories/2868890/">
    <title>Noch mehr holde Vögellieder</title>
    <link>http://sopran.twoday.net/stories/2868890/</link>
    <description>&lt;a href=&quot;http://www.bonner-kammerchor.de&quot;&gt;&lt;img title=&quot;&quot; height=&quot;400&quot; alt=&quot;konzert&quot; width=&quot;297&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/sopran/images/konzert.jpg&quot; /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch wieder dabei: The one and only &quot;holde Vögellieder&quot;-Lied &quot;Waldesnacht&quot; von Brahms. Sopran ist die, die da immer weinen muss.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und nochmal der Hinweis auf dieses hier:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.voixdete.de&quot;&gt;&lt;img title=&quot;&quot; height=&quot;640&quot; alt=&quot;20061102_Plakat1&quot; width=&quot;453&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/sopran/images/20061102_Plakat1.jpg&quot; /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Besonders ans Herz gelegt, weil ich nicht nur mitsinge, sondern auch Mit-Initiatorin und Veranstalterin bin. Natürlich wird es auch schön werden.</description>
    <dc:creator>sopran</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://sopran.twoday.net/topics/Holde+Voegellieder&quot;&gt;Holde Voegellieder&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2006 sopran</dc:rights>
    <dc:date>2006-10-30T09:25:00Z</dc:date>
  </item>


<textinput rdf:about="http://sopran.twoday.net/search">
   <title>find</title>
   <description>Search this site:</description>
   <name>q</name>
   <link>http://sopran.twoday.net/search</link>
</textinput>


</rdf:RDF>
