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    <title>Sopran (mezzo) : Rubrik:Heimatkunde</title>
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    <description>mezzo</description>
    <dc:publisher>sopran</dc:publisher>
    <dc:creator>sopran</dc:creator>
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    <title>Sopran</title>
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  <item rdf:about="http://sopran.twoday.net/stories/4348983/">
    <title>Apropos</title>
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    <description>&lt;cite&gt;Durch Rheydt schlendernd, dachte ich: Wenn ich mal das Bedürfnis habe, irgendwo tot überm Zaun zu hängen, dann fahre ich dafür doch lieber nach Bad Oeynhausen.&lt;/cite&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
schrieb ich vorgestern und palaverte gestern Nacht in Düsseldorf mit K. und A. über Vor- und Nachteile der Mittelmäßigkeit von Städten. Dass schöne Städte, Dom und so, die Leute nicht so zum Kriegführen anregen, mutmaßte A., worauf ich ins Blaue zustimmte, es sei ja auch kein hoher Nazi aus Köln gekommen. Dafür aber einer aus Rheydt. Lässt sich hoffentlich nicht übertragen. Wir bestellten dann lieber noch ein Bier und wälzten Theorien über die Ursachen von Trennungen und Scheidungen. Soziologisch, nicht individuell. Arbeitsbereich &quot;Mutmaßungen über Unwissen.&quot;</description>
    <dc:creator>sopran</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://sopran.twoday.net/topics/Heimatkunde&quot;&gt;Heimatkunde&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2007 sopran</dc:rights>
    <dc:date>2007-10-14T16:28:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://sopran.twoday.net/stories/4346593/">
    <title>Rastspielhölle</title>
    <link>http://sopran.twoday.net/stories/4346593/</link>
    <description>Früher als befürchtet endete mein Gerichtstermin gestern morgen in der niederrheinischen Kleinstadt. Der vorgeführte Zeuge machte von seinem Zeugnisverweigerungsrecht gebraucht, als Ehemann der Beklagten. Das ist alles eine mutmaßliche Betrügerbande, Kläger, Beklagte, Zeugen, Abschleppdienst, Werkstatt usw. Der Gerichtsvollzieher hatte den Zeugen nur ungern zuhause abgeholt (Vorführung angeordnet, weil mehrmals nicht erschienen). Der sei vor Ort &quot;einschlägig&quot; bekannt. Einschlägig wörtlich zu nehmen. Der Zeuge ließ sich also noch die Rückfahrt bezahlen (Hinfahrt war ja umsonst), die Sache wird jetzt im schriftlichen Verfahren entschieden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch Rheydt schlendernd, dachte ich: Wenn ich mal das Bedürfnis habe, irgendwo tot überm Zaun zu hängen, dann fahre ich dafür doch lieber nach Bad Oeynhausen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu früh für den Friseur, zu spät, noch zu Hause oder im Büro vorbeizufahren, machte ich Pause am Rasthof Frechen. Dort gibt es Segafredo Kaffee, auch wenn es nicht an der Ausfahrt steht. Auf der A3 im Westerwald schreiben sie es inzwischen dran, und da ist es nur Lavazza. Eine sinnvolle Information. Segafredo in Frechen wusste ich aber schon. Zusätzlicher Service: Dort hängt die FAZ aus, dreifach. Ich löste zum Cappuccino das Kreuzworträtsel locker durch. Gegenüber saß ein Herr um fünfzig, sehr adrett, wahrscheinlich ein Kollege aus dem Bereich Mergers and Aquisition, gepflegter Schnäuzer. Am Geldspielautomaten. Stammkunde?</description>
    <dc:creator>sopran</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://sopran.twoday.net/topics/Heimatkunde&quot;&gt;Heimatkunde&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2007 sopran</dc:rights>
    <dc:date>2007-10-13T12:45:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://sopran.twoday.net/stories/4247899/">
    <title>Quizfrage</title>
    <link>http://sopran.twoday.net/stories/4247899/</link>
    <description>BLS&lt;br /&gt;
MOB&lt;br /&gt;
BVZ&lt;br /&gt;
...?&lt;br /&gt;
...?&lt;br /&gt;
...?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(ohne Suchmaschining, bitte)&lt;br /&gt;
Mein Bruder und Sarah dürfen nicht mitmachen.</description>
    <dc:creator>sopran</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://sopran.twoday.net/topics/Heimatkunde&quot;&gt;Heimatkunde&lt;/a&gt;</dc:subject>
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    <dc:date>2007-09-10T16:33:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://sopran.twoday.net/stories/4132380/">
    <title>Glitzy Erdbebenbloggen</title>
    <link>http://sopran.twoday.net/stories/4132380/</link>
    <description>Um dem schalen Zugriffsheischen durch die vermutlich bundesweit erste Meldung des nächtlichen Erdbebens durch mich etwas mehr Glanz zu verleihen, verweise ich hier mal auf das wunderschöne Erdbeben mit Epizentrum bei Heinsberg, das mich in der Nacht zum 13. April 2002 aus dem Schlaf riss. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich saß zitternd im Bett und glaubte, ein Panzerbataillon rolle über den langen Flur der rotten Altbauwohnung auf mein Schlafzimmer zu, keuchte immerzu &quot;das Kind, das Kind&quot;, weil das junge Söhnchen am anderen Ende des Flures schlief. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Mann drehte sich müde zu mir um und murmelte: &quot;Schlaf weiter, das ist nur ein Erdbeben.&quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das war Stärke 5,6 oder so, und hej: Ich kenne persönlich Menschen, denen im Schrank Gläser kaputt gegangen ist oder eine Dachpfanne aufs Auto gefallen. Ein großes Fest für den Bonner General-Anzeiger. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jahre später wachte ich mal morgens von einem kleineren Beben auf, da dachte ich nur: Scheiße, jetzt fliegt meine Gerichtsgeschichte von Seite fünf. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und jetzt was Tiefsinniges: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erinnert uns dieses kleine Beben doch auch daran, dass jederzeit der Laacher See ausbrechen und das ganze Rheinland sowie die Eifel UND den Westerwald unter Glut und Asche versenken kann. Das erdbeerengefährdete Atomkraftwerk Mühlheim-Kärlich war ja nur ein paar Monate in Betrieb. Hängt also Euer Herz nicht an irdische Güter, es kann jeden Moment vorbei sein. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Prompt träumte ich nach fünf Uhr von jungen Japanerinnen, schließlich reiste ich 1995 kurz nach dem großen Beben in Kobe nach Japan, oder was auch immer mein Unterbewusstes sich da zusammenassoziiert hat. Die Japanerinnen hatten blondierte Haare, was scheiße aussah, und sie sangen kölsche Karnevalslieder, was putzig war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Panzerrollen war mir übrigens vertraut von einer Chorreise nach Gorizia im Friaul 1987. Da war die Grenze zum Ostblock nicht weit, und morgens rollten Panzer vorm Hotel auf und ab. Der Mann dagegen kannte das Geräusch aus dem Film &quot;Earthquake&quot;. Beruhigend. Beim nächsten großen Regen wird er sagen: Kein Problem, das ist nur die Sintflut.</description>
    <dc:creator>sopran</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://sopran.twoday.net/topics/Heimatkunde&quot;&gt;Heimatkunde&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2007 sopran</dc:rights>
    <dc:date>2007-08-03T08:24:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://sopran.twoday.net/stories/4131937/">
    <title>Soeben Beben</title>
    <link>http://sopran.twoday.net/stories/4131937/</link>
    <description>Ca. 4:59 Uhr, Erdbeben in Bonn. Wachgerüttelt. Dann noch ca. eineinhalb Sekunden wach erlebt. &lt;br /&gt;
Hat das noch jemand gemerkt?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Nachtrag:&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zitiere Freiburger Landesa&lt;a href=&quot;http://www.lgrb.uni-freiburg.de/led_pool/led_2_1.htm&quot;&gt;mt für Geologie, Rohstoffe und Bergbau&lt;/a&gt;:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;cite&gt;ERDBEBENMELDUNG &lt;br /&gt;
RP FREIBURG - LANDESAMT FÜR GEOLOGIE, ROHSTOFFE UND BERGBAU (LGRB) &lt;br /&gt;
LANDESERDBEBENDIENST BADEN-WÜRTTEMBERG  &lt;br /&gt;
ERDBEBEN BEI  : Koblenz/Rheinland-Pfalz &lt;br /&gt;
DATUM/UHRZEIT : am 03.08.2007  um 04:58 Uhr Ortszeit (MESZ) &lt;br /&gt;
STÄRKE        : 4.0 (Magnitude auf der Richter-Skala) &lt;br /&gt;
EPIZENTRUM    : 50 Grad 25 Minuten Nord  und   7 Grad 19 Minuten Ost  &lt;br /&gt;
WAHRNEHMUNGEN : vermutlich im Umkreis von ca. 50 km um das Epizentrum spürbar &lt;br /&gt;
Diese Erdbebenmeldung ist überprüft. &lt;br /&gt;
Die Nachricht wurde erstellt am 03.08.2007 um 07:20 Uhr Ortszeit (MESZ).&lt;/cite&gt;</description>
    <dc:creator>sopran</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://sopran.twoday.net/topics/Heimatkunde&quot;&gt;Heimatkunde&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2007 sopran</dc:rights>
    <dc:date>2007-08-03T03:02:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://sopran.twoday.net/stories/3689881/">
    <title>Verlässlichkeit, früher</title>
    <link>http://sopran.twoday.net/stories/3689881/</link>
    <description>Die Telefonnummer, die ich als Kind am häufigsten wählte, war die 119. Dort wurde immer wahr gesprochen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch beliebt: Die Nummern, unter denen man Terroristen- und Verbrecherstimmen abhören konnte. Mein kindliches Geschäftsmodell für ein Leben in Reichtum: Einen sachdienlichen Hinweis zur Erfassung des Täters geben. Auch wenn ich es natürlich nicht des Geldes wegen getan hätte. Sondern aus lauter Gründen. Lauteren.</description>
    <dc:creator>sopran</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://sopran.twoday.net/topics/Heimatkunde&quot;&gt;Heimatkunde&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2007 sopran</dc:rights>
    <dc:date>2007-05-04T15:02:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://sopran.twoday.net/stories/3492850/">
    <title>Komm, lass uns Baader-Meinhof-Bande spielen</title>
    <link>http://sopran.twoday.net/stories/3492850/</link>
    <description>Als ich klein war, hießen die Terroristen noch Baader-Meinhof-Bande, und so hieß auch das Spiel, das unsere Eltern vielleicht peinlich-staubig Räuber und Gendarme genannt hätten. Es beinhaltete, dass der Terrorist (Ich bin Baader und Du Meinhof) einem chancenlosen Opfer auflauerte und statt Päng das modernere Rattattattatta brüllte. Konspirative Gebüschhöhlen hatten wir auch. Konspirativ, auch so ein Radio-Wort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gesichter waren mir vertraut, natürlich, die Plakate in den Postämtern, in letzter Zeit gerne literarisiert. Die Leute sahen normal aus, im Elternalter. Meine Eltern waren ordentlich frisiert, aber das galt nicht für alle ihre Freunde. Die auf den Plakaten schauten vorwurfsvoll, aber wer hängt schon gern im Postamt? Die beste Freundin meiner Mutter sah aus wie Susanne Albrecht und hieß mit Nachnamen Albrecht. Auf einer Fahrt in den Urlaub fuhren mein Bruder und ich mit ihr im roten Golf über die niederländische Grenze, ein längerer Stopp, den wir vorausgesehen hatten und irgendwie spannend fanden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hinter unserem Spielplatz wohnte der Minister Vogel. Unser Spielplatz war mit großen Stacheldrahtrollen vor ministeriellen Übergriffen geschützt. Im Ministergarten gingen junge Grenzschützer mit Maschinenpistolen auf und ab. Vor dem Ministerhaus stand eine Wachhütte. Im Halbstundentakt fuhren Polizeiautos an unserem Haus vorbei. Uns kam das normal vor. Wenn mal ein Kind zu spät nach Hause kam, hielten die Eltern ein Polizeiauto an, die Polizisten riefen das Kind dann per Lautsprecher aus. Wie praktisch. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ersten Worte, die aus den Nachrichten in mein Gedächtnis wanderten waren &lt;br /&gt;
Elvis Presley&lt;br /&gt;
Mogadischu&lt;br /&gt;
Landshut&lt;br /&gt;
Schleyer&lt;br /&gt;
GSG9&lt;br /&gt;
Krisenstab&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn wir auf der Rückbank des elterlichen Peugeot 404 abends von Godesberg oder Beuel nach Hause fuhren, zeigte mein Vater auf die erleuchtete Etage im Langen Eugen. Da tagt der Krisenstab, sagte er. Schleyer sah nicht gut aus mit der Zeitung, ungepflegt. Wer kennt diese Stimme? Das Spiel hieß bald nicht mehr Baader-Meinhof-Bande sondern GSG9. Was hat eigentlich dieser Wischnewski für einen Beruf? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In unserer Nachbarschaft wohnte später Schleyers Sohn mit Frau und Kindern. &lt;br /&gt;
Die Häuser der höheren Beamten erkannte man daran, dass der Briefkasten am Haus zugemauert war. Sie hatten eine freistehende Box vorne am Gehweg. Auch Kinder aus meiner Klasse wohnten in solcheh Häusern.&lt;br /&gt;
Auf dem Weg zur Gesangstunde kam ich am Haus von Gerold von Braunmühl vorbei. Blumen lagen auf dem Bürgersteig. Sehr viele Blumen. Ein Sohn war mit mir im Schulchor.&lt;br /&gt;
Der Staatssekretär Neusel ging nach dem misslungenen Bombenanschlag von der Autobahnausfahrt aus zu Fuß ins Ministerium. Dann ließ er sich nach Hause fahren, zog sich um und fuhr wieder ins Büro. Seine Frau soll, so die Stille Post, erst am Mittag aus dem Radio erfahren haben, warum ihr Mann sich so hastig zur Unzeit umgezogen hat. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gnade ist Gnade. Gnade hat nichts zu tun mit Vergeben und Verzeihen. Vergeben und Verzeihen ist nicht Aufgabe des Staates.  &lt;br /&gt;
Die Möglichkeit der Gnade ist ein Ausdruck von Macht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für mich waren diese Terroristen Menschen, die anderen mit Gewalt klar machen wollten, was gut für sie ist. Es war mir egal, ob irgendeine gute Idee dahinter stand.&lt;br /&gt;
Es gab keine Tyrannen, die aus dem Weg zu räumen waren.&lt;br /&gt;
Nur unterschiedliche politische Positionen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jedem Häftling steht die Hoffnung zu, das Gefängnis wieder zu verlassen. Das hat das wunderbare Verfassungsgericht aus dem wunderbaren Grundgesetz gelesen. Mir ist persönlich egal, wer wann freigelassen wird. Es soll alles nach dem üblichen Verfahren ablaufen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich wünsche nur den Angehörigen der Opfer, dass sie Fernsehen können, ohne überhebliche Mörderfratzen in Talkshows sehen zu müssen. Eine Frage des Taktes.</description>
    <dc:creator>sopran</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://sopran.twoday.net/topics/Heimatkunde&quot;&gt;Heimatkunde&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2007 sopran</dc:rights>
    <dc:date>2007-03-29T13:11:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://sopran.twoday.net/stories/3469733/">
    <title>Oben in Saint Denis liegt noch Schnee, auf 520 Metern. Auf France Musique eine dieser...</title>
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    <description>Oben in Saint Denis liegt noch Schnee, auf 520 Metern. Auf France Musique eine dieser wunderbar redundanten Labersendungen, dieses Mal über unterschiedliche Besetzungen bei der Aufführung von Bachkantaten. Gerhard Schmidt-Gaden und der Tölzer Knabenchor, Gardiner und die Cantata Pilgrimage, die Wasserwaage- und Senkblei-Austarierten feinen Japanerstimmchen des Bachkollegiums usw. &quot;Les mots, les mots, les mots&quot; seien bei dieser Art &quot;très important&quot;, dann ein Ausschnitt, ich murmle: Man versteht NICHTS, les mots les mots, und der Sprecher unterbricht und sagt: &quot;Ah on ne comprend RIEN&quot;. Ich harre des Herrn. Isch arre däs ärrn. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich war in den letzten Tage schwer gerührt über ein paar gefundene Briefe, die hier schon lange herumlagen. Knabenbriefe aus den Jahren 1925 und 1926. Vor ein paar Tagen habe ich sie gelesen, ein bisschen mühsam, einigermaßen altdeutsche Schrift, aber doch eine Schriftfamilienähnlichkeit erkennbar. Liebesbriefe, stellte ich fest, von so wunderbarer knabenhafter Reinheit und Innigkeit, dass ich beim Lesen weinte und beim Vorlesen wieder weinte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Absender wurde dann später mein Großvater, starb im Januar 1945. Der Empfänger wurde Priester. Beide waren 1907 geboren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn man als einzige Musik nur Bach hören dürfte, wäre das wirklich eine große Einschränkung?</description>
    <dc:creator>sopran</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://sopran.twoday.net/topics/Heimatkunde&quot;&gt;Heimatkunde&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2007 sopran</dc:rights>
    <dc:date>2007-03-23T10:30:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://sopran.twoday.net/stories/3162880/">
    <title>Leipzig VI</title>
    <link>http://sopran.twoday.net/stories/3162880/</link>
    <description>&lt;a href=&quot;http://www.flickr.com/photos/sopran/351836442/&quot; title=&quot;Photo Sharing&quot;&gt;&lt;img src=&quot;http://farm1.static.flickr.com/136/351836442_6977be514b.jpg&quot; width=&quot;500&quot; height=&quot;333&quot; alt=&quot;Milchbar Pinguin&quot; /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch die Milchbar Pinguin ist ein historischer Ort. Der Pinguin stimmt noch und auch die rosa Leuchtschrift zwischen den Milchbarfenstern im Parterre und dem sozialistischen Wohnungsbau ab dem 1. Stock. Innen ist ein italienisches Eiscafé in der vertrauten Geschmacklosigkeit. Das ist der Unterschied zwischen West und Ost: Bei uns im Westen dürfen die italienischen Eiscafés im Winter in die italienische Heimat fahren. Hier müssen sie bleiben und heißen auch noch Pinguin statt Lazzarin. Ein kurzes Zögern beim Eintreten: Früher war hier Anstehen, bis einem ein Platz angewiesen wurde. Wait to be seated à la GDR.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie bestellt einen Kaffee und ein Glas Leitungswasser, wie immer. &quot;Leitungswasser, das darf ich nicht&quot;, sagt der Kellner ohne Bedauern, &quot;da müssen Sie schon eine Flasche bestellen.&quot; Ich bestelle - zugegeben etwas kapriziös - eine heiße Schokolade &quot;aber die Sahne bitte extra&quot;. Das ist doch klar, heiße Schokolade mit Sahne LEBT doch von dem Gegensatz heiß und flüssig (Schokolade) und kalt und schlagsahnig (Sahne). Wenn die Sahne aber schon zu lange auf der Schokolade treibt, weil zum Beispiel der Kellner sehr viel &lt;strike&gt;Zeit&lt;/strike&gt; anderes zu tun hat, ist die Sahne lauwarm und soßig. &quot;Das ist bei uns noch nie vorgekommen&quot;, sagt der Kellner, und ich sage, &quot;das macht doch nichts&quot;, und dann geht es doch. Das mit der Sahne. Nicht das mit dem Leitungswasser. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So besuche ich Leipzig und habe immer noch wie früher das Gefühl, ich mache was falsch, und gleich sagt wieder einer, &quot;das können Sie bei sich da drüben im Westen machen, aber nicht hier bei uns.&quot; Wie damals, als ich in Ostberlin bei gerade-nicht-mehr-grün über die Straße ging. Aber bis auf den Pinguin-Kellner, den Küchengroßgerätedispatcher und den Schuldirektor sind ja jetzt alle normal.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit Ausnahme des Taxifahrers, der mit leuchtender &quot;frei&quot;-Anzeige an uns vorbei fuhr und unser verzweifeltes Winken beantwortete, in dem er verlangsamte und deutlich auf die Straßenbahnhaltestelle zeigte. Das war sehr nett, denn die Straßenbahn kam ja schon sieben Minuten später, und den ICE nach Berlin erreichten wir mit hängender Zunge trotzdem noch so eben, bevor die Türen schlossen. Er sah uns wohl an, dass wir noch einen Fahrschein in Reserve hatten.</description>
    <dc:creator>sopran</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://sopran.twoday.net/topics/Heimatkunde&quot;&gt;Heimatkunde&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2007 sopran</dc:rights>
    <dc:date>2007-01-09T17:16:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://sopran.twoday.net/stories/3163130/">
    <title>Leipzig V</title>
    <link>http://sopran.twoday.net/stories/3163130/</link>
    <description>&lt;a href=&quot;http://www.flickr.com/photos/sopran/347949542/&quot; title=&quot;Photo Sharing&quot;&gt;&lt;img src=&quot;http://farm1.static.flickr.com/162/347949542_c296eef9a9.jpg&quot; width=&quot;500&quot; height=&quot;333&quot; alt=&quot;Ohne Genehmigung&quot; /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Genehmigung soll ich auch beantragen, um den Laden von Schiller &amp; Borgis zu fotografieren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Warum ich sein Lodn fotografiere, will der Händler wissen, als er wütend aus dem Laden auf mich zu stürmt. Weil er mir gefiele, antworte ich. &lt;br /&gt;
Ich: &quot;Ich finde, das ist ein schöner Laden.&quot;&lt;br /&gt;
Er: &quot;Nä, Sie dürfn doch nisch eenfach n Lodn fodografiern.&quot;&lt;br /&gt;
Ich: &quot;Doch.&quot;&lt;br /&gt;
Er: &quot;Nä, nix do. Da brauchn Se eine Genähmischung!&quot;&lt;br /&gt;
Ich: Traurig lachend ab.&lt;br /&gt;
Er: Wütend kopfschüttelnd ab.</description>
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    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://sopran.twoday.net/topics/Heimatkunde&quot;&gt;Heimatkunde&lt;/a&gt;</dc:subject>
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    <dc:date>2007-01-09T17:10:00Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://sopran.twoday.net/stories/3162717/">
    <title>Leipzig IV</title>
    <link>http://sopran.twoday.net/stories/3162717/</link>
    <description>Der Geruch ist weg, das ist das Auffälligste. Braunkohle und dieses Putzmittel und das Zweitaktgemisch. Weg. Und das Tuckern der Trabanten. Dass die Karl-Heine-Straße nicht neu geteert ist, das wundert mich. Wie oft werden in Bonn die Straßen neu geteert? Doch locker einmal in 16 Jahren, oder täuscht das? Mir fiel auf, wie wenig sich geändert hat, wie viel DDR noch da ist abseits der sorgsam geschminkten Innenstadt. F. findet alles viel zu neu, viel zu geleckt, so wenig übrig von dem Leipzig, das sie kannte aus der Kindheit. Doch dann findet sie Pflastersteine, Gullideckel, die alten Garagen und Zündelbuden für ihre Backpulversprengexperimente. Die Bordsteine, an denen entlang sie durch die Straßen hinkte. Die Feinbäckerei. Das Schild, nicht mehr den Laden. Die Brache um den Bayerischen Bahnhof. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.flickr.com/photos/sopran/351857903/&quot; title=&quot;Photo Sharing&quot;&gt;&lt;img src=&quot;http://farm1.static.flickr.com/160/351857903_8e0123f622.jpg&quot; width=&quot;500&quot; height=&quot;375&quot; alt=&quot;Bordstein&quot; /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.flickr.com/photos/sopran/sets/72157594463077666/&quot;&gt;Mehr Bilder hier.&lt;/a&gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Damals schon ziemlich renoviert war die Nikolaikirche. 1982, mit 14, war F. bei den ersten Friedensgebeten dabei, nur ein paar Leute. Auf dem Marktplatz ist jetzt ein großes Loch, U-Bahn-Bau oder so. &quot;Da bin ich mal verhaftet worden, weil ich eine Kerze hatte.&quot; In Bonn gab es Friedensdemos mit zigtausend Teilnehmern, und um da hinzugehen, genügte es, Lust auf WASLOS zu haben. Mut brauchte man nicht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Nikolaikirche ist sehr schön und sehr, sehr groß. Warum nicht, denke ich, von hier könnte wirklich eine Revolution ausgegangen sein. Sie fotografiert eine Platznummer und das Symbol an der Wand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.flickr.com/photos/sopran/351850088/&quot; title=&quot;Photo Sharing&quot;&gt;&lt;img src=&quot;http://farm1.static.flickr.com/129/351850088_32093f75d4_m.jpg&quot; width=&quot;240&quot; height=&quot;180&quot; alt=&quot;Schwerter zu Pflugscharen&quot; /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schwerter zu Pflugscharen. Sie hatte das auf dem Jackenärmel. Ich hatte das an der Tasche zur selben Zeit, 1982, 83. Warum? Weil ich erfahren hatte, dass ich in der DDR damit nicht hätte in die Schule kommen dürfen. Hätte ich es getan? Das fragte ich mich damals, und ich war erleichtert, keine Antwort zu wissen. Viel lieber aber hätte ich mich mutig gewusst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie ging in die Goetheschule bis zu der Sache mit der Jacke.  Die Schule - heute EVAngelisches SCHULZEntrum) sieht sich noch ähnlich, jedenfalls von der Seite, vorne und hinten ist sie renoviert. &quot;Da bin ich verhört worden&quot;, sagt sie und zeigt auf das Fenster links über dem Eingang.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Evaschulze-Direktor stellt uns im Treppenhaus. &quot;Sie können hier doch nicht einfach reinlaufen, da brauchen Sie doch eine Genehmigung!&quot; und &quot;Wie stellen Sie sich das denn vor!&quot; und &quot;Da könnte ja jeder kommen!&quot; und als ihm nichts Blöderes mehr einfällt: &quot;Wenn Sie nun ein kleines Kind ansprechen würden!&quot;. Sie sagt, sie sei hier zur Schule gegangen, und ob er nicht einfach erlauben könne, dass sie sich umschaut. &quot;Nein, da brauchen Sie eine Genehmigung, da müssen Sie im Sekretariat Ihr Anliegen vorbringen. Da müssen Sie den offiziellen Weg gehen.&quot; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir gehen ins Sekretariat, die Tür zum Verhörzimmer steht offen. Die Sekretärin schaut uns erstaunt an. &quot;Ja selbstverständlich, schauen Sie sich einfach um.&quot; Genehmigung erteilt</description>
    <dc:creator>sopran</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://sopran.twoday.net/topics/Heimatkunde&quot;&gt;Heimatkunde&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2007 sopran</dc:rights>
    <dc:date>2007-01-09T16:38:00Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://sopran.twoday.net/stories/3157570/">
    <title>Leipzig III</title>
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    <description>Riemannstraße 42, Blick vom Hinteraus aufs Hinterteil vom Vorderhaus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.flickr.com/photos/sopran/347862237/&quot; title=&quot;Photo Sharing&quot;&gt;&lt;img src=&quot;http://farm1.static.flickr.com/132/347862237_cf2c7b534a.jpg&quot; width=&quot;375&quot; height=&quot;500&quot; alt=&quot;Riemannstraße&quot; /&gt;&lt;/a&gt;</description>
    <dc:creator>sopran</dc:creator>
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    <dc:date>2007-01-08T15:24:00Z</dc:date>
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    <title>Leipzig II</title>
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    <description>Riemannstraße, mehrere Doppel-T-Träger an Selbstabholer zu verkaufen (Serviervorschlag).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.flickr.com/photos/sopran/347907582/&quot; title=&quot;Photo Sharing&quot;&gt;&lt;img src=&quot;http://farm1.static.flickr.com/164/347907582_6621ea0d72.jpg&quot; width=&quot;333&quot; height=&quot;500&quot; alt=&quot;Riemannstraße, Doppel-T-Träger zu verkaufen&quot; /&gt;&lt;/a&gt;</description>
    <dc:creator>sopran</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://sopran.twoday.net/topics/Heimatkunde&quot;&gt;Heimatkunde&lt;/a&gt;</dc:subject>
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    <dc:date>2007-01-08T15:21:00Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://sopran.twoday.net/stories/3141362/">
    <title>Leipzig I</title>
    <link>http://sopran.twoday.net/stories/3141362/</link>
    <description>&lt;a href=&quot;http://www.flickr.com/photos/sopran/350480326/&quot; title=&quot;Photo Sharing&quot;&gt;&lt;img src=&quot;http://farm1.static.flickr.com/138/350480326_f3e8770be9.jpg&quot; width=&quot;500&quot; height=&quot;333&quot; alt=&quot;English Mohair, made in Western Germany&quot; /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dem Zimmer im Oratorium finde ich eine blaugraukarierte Wolldecke, die viel weniger ostig aussieht als die übrige Einrichtung. Sie sieht vielmehr aus als hätte sie meine Oma-die-eine-echte-Dame-war für einen älteren Herrn ausgesucht.&lt;br /&gt;
&quot;English Mohair. Made in Western Germany.&quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Yepp, die HAT meine Oma für einen älteren Herrn ausgesucht. Eben den Onkel, der dieses Zimmer bis zu seinem Tod 1993 bewohnt hat. Ich schlafe in seinem Zimmer und Dusche in seinem Bad und benutze seine Küche. In der Küche hat Tante F. ihm manchmal eine Suppe gekocht, oder einen guten Bohnenkaffee, vermutlich Jacobs Krönung. In dem Paket mit der Decke waren vermutlich auch ein paar Pfund davon. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei seinen Unterlagen finde ich das Testament meines Großvaters, verfasst 1941, übergeben 1945. Und Briefe meines 18-jährigen Großvaters an seinen besten Freund, in einer winzigen leserlichen Handschrift, sehr gefühlvoll, liebevoll. Ich frage mich, was aus meinem Vater geworden wäre, hätte er mit diesem Vater aufwachsen können.</description>
    <dc:creator>sopran</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://sopran.twoday.net/topics/Heimatkunde&quot;&gt;Heimatkunde&lt;/a&gt;</dc:subject>
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    <dc:date>2007-01-04T16:21:00Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://sopran.twoday.net/stories/2875761/">
    <title>Sauertöpfische rheinische Brauchtumsverteidigung mal wieder</title>
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    <description>Es klingelt, und als ich öffne, steht mir ein kleines kopfloses Wesen gegenüber. Aus dem langen schwarzen Mantel streckt sich mir eine kleine zarte Hand entgegen. &quot;Süßes oder Saures&quot; sagt ein hohes Stimmchen gedämpft aus dem Kragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&quot;Ach, das tut mir leid,&quot; sage ich freundlich, &quot;hier ist kein Halloween. Aber in zwei Wochen ist ja Sankt Martin, da kannst Du gerne wiederkommen.&quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gesicht des Kindes konnte ich nicht sehen - abwarten, welche Nachbarn ab morgen nicht mehr grüßen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(übrigens erreichen mich seit letzter Woche wieder mehrmals täglich google-Anfragen nach &quot;schnörzen&quot;)</description>
    <dc:creator>sopran</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://sopran.twoday.net/topics/Heimatkunde&quot;&gt;Heimatkunde&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2006 sopran</dc:rights>
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