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    <title>Sopran (mezzo) : Rubrik:Buch und Text</title>
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    <description>mezzo</description>
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    <title>Sopran</title>
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  <item rdf:about="http://sopran.twoday.net/stories/4326844/">
    <title>FAS III - Sonntags kein Pardey</title>
    <link>http://sopran.twoday.net/stories/4326844/</link>
    <description>15. Sport, nebenbei geblättert. Sportteil = Fußballteil. Interessiert mich nicht. Weg damit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
16. Technik und Motor. Technik lese ich dienstags in der FAZ und fast ausschließlich wegen Hans Heinrich Pardey. Allenfalls mal ein Artikel von Michael Spehr. Der mir heute erzählt, dass es Symbian noch gibt. Ich seufze meinem Psion nach. Aber inzwischen macht doch mein google alles. Kalender, Adressen, Dokumente aufbewahren. Solange das Internet funktioniert. Dann lese ich doch sicherheitshalber mal den Artikel über die Symbian-Communicator. Trotz meiner Treue zu Sony-Ericsson. Die wiederum früher auch Symbian-treu waren. Und mit freundlichen Grüßen an meinen Leser g., der gerade in der Ukraine ist. Wie sieht&apos;s denn da aus mit dem Internet? Den Symbian-Artikel reiße ich aus und schmeiße den Rest weg. Überhaupt: Mal wieder mehr ausreißen. Meine Oma war eine große Ausriss-Sammlerin. FAZ 27.8.1973 oder sowas stand dann in ihrer großen schwungvollen Schrift am Rand. Die Kritik im passenden Buch, Hintergründe. Manchmal kam ein Umschlag mit der Post, der enthielt einen Ausriss, G+K Oma, fertig. Was über Kempowski, über das Verfassungsgericht, über Helmuth Rilling, über Jerusalem.&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://strassenfotografie.twoday.net/&quot;&gt;&lt;br /&gt;
Pardey hat ein Weblog nebenan.&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
17. Immobilien - blaue Tonne ohne Umwege&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
18. Beruf und Chance. &quot;Zu viele Frauen im Klassenzimmer&quot;. Gähn. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
19. Jetzt die Pflicht: Teil eins. Doppelseite über Pol Pot. Bestimmt interessant. Jetzt keine Geduld. Gerade noch einen Cappuccino getrunken, bald die Töchter packen und zum Großelternkaffee mit angereister Eifler Verwandtschaft anbrechen. Jetzt nicht so tun, als würde ich mich sonntags sonderlich für Politik interessieren. Am siebten Tage sollst Du Deinen Liebhabereien frönen. Lieber frönte ich meiner Liebhaberin, sowieso also ist das ganze Zeitunglesen nur Zeitvertreib. Die Zeit nun trödelt aber immer hartnäckiger, je mehr ich versuche, sie treiben. Kempowski übrigens las &quot;nie die Zeit&quot;, was natürlich nicht für sein ganzes Leben zutraf. Sie hat&apos;s wohl irgendwann mit ihm verdorben. Früher ließ Fritz &quot;Hauptbahnhof&quot; Raddatz gerne den Kies vorm Kreienhoop unter den Reifen seines Sportwagens auf-s-prützen. Und Kempowski inserierte in der Zeit seine Literaturseminare und suchte nach Biographien und Briefen für das Archiv. Lese schnell den Artikel über Thomas Quasthoff. Contergan-Jubiläum. Über sein Singen bin ich unenthusiastisch. Vor allem Bach finde ich ziemlich schlimm. Aber egal. Contergan war Teil meiner Kindheit. Jochen, der Sohn von Freunden, ein paar Jahre älter als ich, der mit den Füßen seine vielen Terrarientiere versorgte. Ich, fünf oder sechs, saß staunend vor dieser Kunst und versuchte mit den Füßen Lego zu bauen. Ging damals noch ganz gut. Es gab halt Kinder mit Armen und Kinder mit geschickten Füßen. Von Contergan erzählte meine Mutter mir später. Und dass Jochens Mutter ein Patent hatte für eine Hosenumarbeitung. Hosen zum Anziehen ohne Arme. Die Blindschleiche und der Feuersalamander faszinierten mich aber nicht minder. Ein junger Mann mit kurzen Armen war schon in der Oberstufe, als ich in der Unterstufe war. Er ritt in der selben Reitschule, und nahm mich manchmal im Auto mit zur Reitstunde. Contergan war überall. Es gehörte zu meinem kindlichen Stadtbild. Die sieben, acht Jahre Älteren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
20. Hinten ein Bericht über Familienunternehmen. Die Körners, die Kleinleins und Böckleins, die Hollers. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
21. Vermischtes: Pilger sterben im Himalaja an Höhenkrankheit. Eine Nachricht, weil es dieses Mal ein Deutscher war. 6700 Meter. Joanne K. Rowling schreibt kein Fantasy mehr. Kommentar zur Frauen-WM: &lt;cite&gt;&quot;Schön war ..., dass besagte Nicht-Männer zivilisatorisch deutlich über den sogenannten profifußballspielenden Männern standen, die in ihrer intellektuellen Anmutung dem trostlosen Bild gescheiterter Staaten oder Grünen-Parteitagen gleichen.&quot;&lt;/cite&gt;</description>
    <dc:creator>sopran</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://sopran.twoday.net/topics/Buch+und+Text&quot;&gt;Buch und Text&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2007 sopran</dc:rights>
    <dc:date>2007-10-07T10:47:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://sopran.twoday.net/stories/4326753/">
    <title>FAS II - Urologie für Laien</title>
    <link>http://sopran.twoday.net/stories/4326753/</link>
    <description>8. Armin Maiwald erklärt meinen Kindern die Welt, ich schlage zuerst Jockels Netzdings auf. Wissen ganz hinten. Vorne blaue Rautenpillen, solcherart mir immer im Spamfilter angeboten werden. Auf ins Netz. Wann und warum wurde Tex Rubinowitz entpflichtet? Jochen Reinecke fragt nach dem Gegenteil von durstig. Das ist natürlich nicht sitt sondern &lt;b&gt;schmöll&lt;/b&gt;. Schicken Sie Ihre Neologismen an j.reinecke@faz.de . &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schmöll ist natürlich von &lt;font size=&quot;3&quot;&gt;...&lt;/font&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Soprans großes Sonntagsrätsel. Das ist ja schon die zweite Frage. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
9. Aus fachlichen Gründen natürlich die Ausführungen der Kollegin Esther Caspary lesen. Immer wichtig zu wissen, was die Kunden in der Zeitung gelesen haben könnten. Kurzes Nachwort: In der Praxis machen wir sowieso meistens Mangelfallberechnungen. Der Unterhaltspflichtige behält das Minimum, der Rest wird ausgeschüttet. Zuerst an die Kinder, dann an die Exfrau.Wenn noch was übrig ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
10. Daneben wird das Buch &quot;Prüfungstraining Deutsch Abitur&quot; verrissen. Fluch Zentralabitur. Müssen jetzt alle denselben Müll lesen, der jedenfalls nicht von Kempowksi ist, weil der, anders als die Nieten Grass und Böll, immer noch nicht für die Schule empfohlen wird. &quot;Grass und Böll lesen Sie doch sowieso&quot;, sagte mein Deutschlehrer im Leistungskurs, &quot;das kann ich gar nicht verhindern&quot;, und befreundete mich mit Johnson. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
11. Oh. ISBN-Rätsel von Jochen Reinecke. Später. Ich lege es offen auf den Teppich, später, wenn ich den Artikel über Ursula Bruns gelesen habe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
12. Ursula Bruns! Dick und Dalli und die Ponys! Fand ich super. Dagegen die doofen Immendorf-Filme, pah. Vertreibung, Neuanfang, Offenstallhaltung, leichte Reitweise. Herausgeberin der ersten Zeitschrift, die ich abonniert hatte, mit zehn. Die grünweiße Freizeit im Sattel. Da stand, wie man den Rodelschlitten hinter sein Pony spannt, einen Zaun baut, mit dem Pferd Fußball spielt. Einmal sah ich Frau Bruns mit einem schweren Hackenporsche zum Postamt Lessingstraße gehen. Wieviele FS-Exemplare passen in einen Hackenporsche? Im Artikel geht es um den Neuanfang vertriebener Trakehnerzüchter mit der Ponyzucht. Mit zehn Jahren hatte ich so einen vertriebenen Trakehnerzüchter kennengelernt, das war der Herr Schwartz aus Westpreußen. Der hatte kein Gut verloren, aber seine Arbeit auf dem Gutshof. Dann war er Vertreter bei Vorwerk gewesen und lebte von einer Rente von 180 Mark im Monat. Er wohnte in einem Dachzimmer bei Freunden und fuhr einen Ford Badewanne, voll mit Pferdekram. Immer ein paar Heuballen auf dem Dachgepäckträger. Für die Shetlandponys hatte er den Gemeinden Bauerwartungsland abgeschwatzt, für umme. Ein Haufen Mädchen passte auf die Ponys auf, wendete Heu und hielt Zaunpfähle fest, auf die dann Herr Schwartz den Vorschlaghammer fallen ließ. Ein Paradies. Im Auto fuhr er auch immer einen Stapel alter &quot;Reiter-Revue&quot;-Hefte aus den 60ern herum, in denen er abgebildet war, mit weißen Shetlandponys achtspännig fahrend, oder Quadriga oder Troika. Bisschen oberflächlich, der Artikel. Nicht erwähnt: Dass die importierten Islandpferde die hiesigen Mücken nicht vertragen und viele unter dem ständig juckenden nässenden Sommerekzem litten, sich die Mähne und den Schweif abscheuerten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://sopran.twoday.net/stories/787772/&quot;&gt;Bei Islandponys muss ich jetzt immer an Daniela Strigl denken.&lt;/a&gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Viel sympathischer aber die &lt;a href=&quot;http://www.amazon.de/s/028-5211509-5534906?ie=UTF8&amp;tag=firefox-de-21&amp;index=blended&amp;link%5Fcode=qs&amp;field-keywords=%26%2334%3Blise%20gast%26%2334%3B&amp;sourceid=Mozilla-search&quot;&gt;Bücher von Lise Gast&lt;/a&gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So. Mein kleiner Rückfall in die Ponyzeit ist überstanden, das Rätsel liegt offen und ein wenig drohend auf dem Teppich. Weiter zurückgeblättert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
13. Interessant: Es gibt einen Journalistenpreis &quot;Urologie für Laien&quot;. Herzlichen Glückwunsch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
14. Reise. Farin Urlaub. Stand das nicht schon in der Zeit?

&lt;hr /&gt;

Was nun? Das sonntägliche Unterhaltungsprogramm, das schnelle, ist erledigt, drohend liegt noch ein Haufen grob gescanntes Feuilleton und das ISBN-Rätsel da. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
14. Geld &amp; Mehr schnell durchblättern. Bürgeraufstand im Supermarkt und im Postamt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
15. Wirtschaft. &quot;Neulich in meinem Café&quot; könnte, ist aber leider nicht. Nie. Leserbriefe: &quot;Nun ist aber genug!&quot; schreibt ein Dr. Sowieso über die Vorstellung, dass ein Junge mit zwei lesbischen Müttern aufwachsen könnte. &quot;Die Vorstellung... führt bei mir zu wahren Horrorvorstellungen&quot;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Später mehr. Die Kinder haben Maus schon lange fertig.</description>
    <dc:creator>sopran</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://sopran.twoday.net/topics/Buch+und+Text&quot;&gt;Buch und Text&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2007 sopran</dc:rights>
    <dc:date>2007-10-07T10:27:00Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://sopran.twoday.net/stories/4326544/">
    <title>FAS I - Sendung mit der Maus für Erwachsene</title>
    <link>http://sopran.twoday.net/stories/4326544/</link>
    <description>Früher brachte der gleichaltrige Nachbarsjunge meinen Eltern am Sonntagmorgen die WamS, ein schreckliches Machwerk, aber besser als gar nichts. Der Mangel an Zeitung war ein tief empfundener. Einmal gab es eine Sonntagsausgabe der FAZ, das muss kurz nach dem 9. November 1989 gewesen sein. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die FAS beginne ich zum Frühstück mit dem, was man mir zuerst rüberschiebt. Da man darauf bedacht ist,  mich bei Laune zu halten, ist das Feuilleton und Gesellschaft. Warum Blogs, frage ich mich da, und beziehe auch mein eigenes mit ein. Soll man wirklich Texte veröffentlichen, die ohne den Druck und die Kontrolle einer Redaktion entstanden ist? Die Selbstredaktion muss schon sehr streng sein. Meine ist auch manchmal zu gnädig mit mir. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vielleicht möchte mich der Leser auf meiner Tour de FAS begleiten. Wer sie noch nicht liest, der fange &lt;strike&gt;am kommenden Sonntag&lt;/strike&gt; heute damit an. Die Tankstelle hat bestimmt noch eine. Keine Verlinkungen auf Artikel im Web: Kaufen Sie bitte die Zeitung und lesen Sie sie auf dem Sofa, statt Pixel zu überfliegen. Wer dies beherzigt oder die Zeitung sowieso schon hat, kann auch hier aufhören, das Fensterchen zuklicken und das raschelnde Papier zur Hand nehmen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Sonntagszeitung ist groß. Tageszeitung wäre mir lieber in tabloid, aber die Sonntagszeitung darf das. Ich beginne mit dem Feuilleton, davon gibt es heute zwei. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1. Zuerst schlage ich das Interview mit Kempowski auf. Gestern las ich in einem Blog von dem &quot;&lt;cite&gt;&lt;a href=&quot;http://wiesenraute.de/2007/10/06/letzte-gruesse/&quot;&gt;Subgenre Reportage über Abschiedsbesuch bei Walter Kempowski&lt;/a&gt;&lt;/cite&gt;&quot;. Ich finde Kempowski ganz normal. Er war ein nörgeliger Mensch, und das mit Recht. Ewig eingeschnappt, und das mit Recht. Grass und Walser schimpft er &quot;die letzten Nieten&quot;, und das. Die Fragen von Nahuel Lopez sind doof. &lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Im Herbst 2006 haben Sie die Diagnose Darmkrebs bekommen. Wie haben Sie die Nachricht aufgenommen?&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
... Es hat mich eigentlich nicht schockiert. ...&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Haben Sie sich gleich mit ihrer Krankheit abgefunden?&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
Ja, das müssen Sie ja nun mal. &lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Lehnt man sich nicht im ersten Moment dagegen auf?&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
Nein, das können Sie mir glauben. Das war so, und das habe ich so akzeptiert. Punkt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anders als Johannes B. Kerner hören dann das Krebsgefrage auch auf. Aber das ist Zeitung, da steht ja nicht alles drin, was gesprochen wurde. Überhaupt werden im Interview ja selten Fragen so gestellt und Antworten so geantwortet. Man unterhält sich, dann baut der Schreiberling daraus Fragen und Antworten, legt es dem Interviewten vor, und der sagt, nagut oder wasfürnscheiß. Oft will der Interviewte dann genau das NICHT gesagt haben, was wirklich wörtlich aufgenommen wurde. Aber Kempowski meinte alles so, wie er es sagte. Bestimmt ein einfacher Interviewpartner, wenn man ihn ernst nahm. Über den Krebsgangtitel bei Grass war ich auch irritiert. Krebsgang hat auch was mit Bachfugen zu tun, was hat denn der Grass auf einmal mit Bachfugen. &quot;Ich finde das ungehörig&quot;. Ungehörig, auch so ein Kempowski-Wort. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2. Nach Kempowski lese ich die &quot;Suada&quot;, auch ein neues Subgenre, das doch das jetzt erledigte eben oben erwähnte Subgenre ablösen könnte. Eine Buchmessen-Suada von ichweißnichtwem, in einem schmalden Band am unteren Ende der Seiten, durchlaufend durch eineinhalb der zwei Feuilletons. Das erfordert schnelles Blättern, immer einen kurzen Blick auf die Artikel in den oberen zwei bis drei Vierteln der Seite, kurzes Scannen oben und entscheiden: Später noch lesen, später ignorieren. Das mit den &quot;zwei bis drei Vierteln&quot; ist blöd, da sind die aufgesetzten Buchanzeigen schuld. Wenn wenigstens die passenden Anzeigen zu den per Suada verrissenen Büchern und Umschlägen dort erschienen. Verliefe die Suada immer schön am unteren Rand, könnte ich sie einfach abschneiden zum späteren Wiederlesen. Oben scannen, unten lachen hat aber einen eigenen Reiz. Weitermachen. Später suche ich noch, wer die Suada geschrieben hat. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon der Anfang erzeugt inneres Kopfnicken, sachichdoch. Ich löffle eine weitere Einheit Zucker in meinen Milchkaffee.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;cite&gt;&quot;Das Gute an Büchern ist, dass man sie zuschlagen kann. Wo es um Literatur geht, gibt es keinen Grund zum Ärgern. Was einem nicht gefällt, muss man ja nicht lesen.&quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&quot;Mosebachs Schuhe kritisiert man am besten, indem man selber bessere Schuhe trägt. Das Auge liest schließlich mit.&quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&quot;Wie können es Menschen, die nicht zufällig bei Ritter-Sport beschäftigt sind, tagelang in Messehallen von Oswald Mathias Ungers aushalten, ohne gewalttätig zu werden wie in dem Film &quot;Cube&quot;? ... Ein Buch kann man zuschlagen und in die Ecke werfen, mit einer Messehalle ist das schwieriger.&quot;&lt;br /&gt;
&lt;/cite&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3. Die Suada endet kurz vor Ende des Feuilletons, und was steht am Ende des Feuilletons? Richtig. Heute Themenabend Jacques Tati auf Arte. Gleichzeitig mit dem Tatort und dem zweiten Teil des Krimis mit Helen Mirren. Ich glaube, dass ich den Jacques Tati-Kram schon kenne, auch die Dokumentatione über die Entstehung von &quot;Playtime Story&quot;. Die Filme haben wir sowieso alle auf DVD und auf einer Reise sogar schon einmal in Saint Sevère sur Indre übernachtet. Wer weiß, welcher Tati-Film dort spielt, erhält eine lobende Erwähnung. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4. Das Feuilleton lege ich nun bis zum Nachmittag beiseite und greife für einen ersten Überblick zu &quot;Gesellschaft&quot;. Vorne geht es um Konsum, der Diamantenschädel von Damien Hirst ist zu sehen, der Milchkaffee noch nicht ausgetrunken, fange ich lieber hinten an. Oben ein ziemlich langweiliger Artikel über Polygamie und Polyamorie, die Herzblatt-Geschichte lese ich normalerweise, wenn alles andere alle ist, aber jetzt bin ich schon mal hier. Wundere mich über &quot;Florentine Fritzen&quot;, hieß der Autor schon immer so? Nein. Komparatisten ans Werk. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
5. Eine Seite davor ein Beitrag über &quot;das große Ey&quot;, aber googlet doch selber, wer das war. Es gibt eine Ausstellung dazu in Düsseldorf. Neulich viel darüber im Radio gehört, beim Scannen nichts Neues entdeckt, also über den Kunstmarkt hinweg weiter Richtung Anfang blättern. Ein überfüssiger Artikel über Kinderwagen, den ich nicht lese, mich aber über das abgebildete Modell ärgere. So ein Ding, in den man den MaxiCosi-Autositz einfach einhängt. Damit das Kind in den ersten Monaten seines Lebens niemals eine andere Haltung als diese gekrümmte einnehmen darf. Aber so praktisch. Bitte, liebe hippe Jungeltern: Kauft diesen Quatsch nicht. Kinder müssen auch mal flach liegen. Sonst bleiben sie so lahme Enten wie Ihr es seid, die Ihr sogar zu faul seid, Euer Kind beim Aussteigen aus dem Autositz zu schälen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6. Rechts gegenüber, also eben übersprungen, eine ganzseitige Anzeige von MacDonalds, 20 Jahre MacDonalds Kinderhilfe. Prominente in Kinderzeichnungen, offenbar von einem großen Künstler gemalt. Sehr gut gelungen das Bild von Heike Henkel rechts unten (Kopffüßler mit sehr langen Beinen). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
7. Mode, Essen, Wein, Celine Dion - überspringe ich alles. Manieren ja. Milbradt bei der Teezeremonie sieht aus wie Lafontaine. Anna von Münchhausen durfte Fernsehen, weil Gero von Boehm verreisen durfte und über Paläste im Orient schreibt. Erfreue mich am Namen &quot;König Bhumibol&quot; (heißt der nicht Bhumipol) und lasse auch diesen Text liegen.  Konsumkritik mit Hearst-Schädel vielleicht später lesen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
PAUSE. Das Frühstück ist beendet. Später mehr, wenn die Kinder die &quot;Sendung mit der Maus&quot; sehen. Die FAS ist die Sendung mit der Maus für Erwachsene.</description>
    <dc:creator>sopran</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://sopran.twoday.net/topics/Buch+und+Text&quot;&gt;Buch und Text&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2007 sopran</dc:rights>
    <dc:date>2007-10-07T08:24:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://sopran.twoday.net/stories/4267727/">
    <title>&lt;cite&gt;Plötzlich Alarm. Ein riesiger Schafhirte war am Rand der Kysyl-Kum-Wüste...</title>
    <link>http://sopran.twoday.net/stories/4267727/</link>
    <description>&lt;cite&gt;Plötzlich Alarm. Ein riesiger Schafhirte war am Rand der Kysyl-Kum-Wüste gesichtet worden. Angeblich stützte er sich nur bei jedem fünften Schritt auf seinen Stock.&lt;/cite&gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So stellt sich der schwedische Polizist die Rekrutierung amerikanischer NBL-Spieler vor - und wie es mit ihnen weitergeht: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;cite&gt;Nach der Rolle als mönströser Straßenräuber im letzten James-Bond-Film liegt er mit achtzehn nackten Groupies in seinem privaten Swimmingpool in Beverly Hills uns sehnt sich nach seinen Schafen.&lt;/cite&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.amazon.de/Ungeschoren-Arne-Dahl/dp/3492048781/ref=pd_bbs_sr_1/028-5211509-5534906?ie=UTF8&amp;s=books&amp;qid=1190051972&amp;sr=8-1&quot;&gt;Arne Dahl: ungeschoren&lt;/a&gt;</description>
    <dc:creator>sopran</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://sopran.twoday.net/topics/Buch+und+Text&quot;&gt;Buch und Text&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2007 sopran</dc:rights>
    <dc:date>2007-09-17T17:17:00Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://sopran.twoday.net/stories/4238771/">
    <title>Welcome back on my Nachttisch, Borowiak</title>
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    <description>J&apos;adore &quot;&lt;a href=&quot;http://www.amazon.de/Ein-Zug-durch-die-Gemeinde/dp/3821803215/ref=pd_bbs_sr_11/302-3565340-2731214?ie=UTF8&amp;s=books&amp;qid=1189158913&amp;sr=8-11&quot;&gt;Ein Zug durch die Gemeinde&lt;/a&gt;&quot;, habe eins aus der ersten Auflage, und mein Lieblingsgedicht bleibt dieses:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;cite&gt;Selbsterkenntnis &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mein Maul ist ein Löwe, &lt;br /&gt;
mein Herz ein Kaninchen. &lt;br /&gt;
Von fern bin ich Zora, &lt;br /&gt;
von nahem: Sabinchen.&lt;/cite&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lange nichts gehört von Borowiak, und dann greife ich das neue Buch ab (ein halbes Jahr nur Amazon statt Buchladen, da entging mir manches), &quot;&lt;a href=&quot;http://www.amazon.de/Wer-Wem-Wen-Eine-Sommerbeichte/dp/3821858095/ref=pd_bbs_sr_3/302-3565340-2731214?ie=UTF8&amp;s=books&amp;qid=1189158913&amp;sr=8-3&quot;&gt;Wer Wem Wen Eine Sommerbeichte&lt;/a&gt;&quot;, sehe zu Hause, dass da &quot;Simon Borowiak&quot; steht. Wundere mich, aber heutzutage mündet Wundern in Googlen und Finden heißt &lt;a href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Borowiak&quot;&gt;Wikipedia&lt;/a&gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.ejanssen.de/blog/?p=26&quot;&gt;Hier mehr dazu (aus der SZ geklaut).&lt;/a&gt; Auch schon lange her, aber ich bin ja chronischer Nix-Mitkrieger.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Soviel für den Moment, ich leg mich mit dem Buch aufs Bürosofa. Schon die ersten Sätze machen mich neidisch.</description>
    <dc:creator>sopran</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://sopran.twoday.net/topics/Buch+und+Text&quot;&gt;Buch und Text&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2007 sopran</dc:rights>
    <dc:date>2007-09-07T09:03:00Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://sopran.twoday.net/stories/3386142/">
    <title>Finnen in Venedig</title>
    <link>http://sopran.twoday.net/stories/3386142/</link>
    <description>Gestern wagte ich mich sogar zum Friseur, Sylvie war mir von F. empfohlen worden, der Sylvie wiederum von der Gemeindesekretärin empfohlen worden war. In Castelnaudary gibt es einen Platz, an dem au minimüm sieben Friseurläden liegen. Ich hatte ein Rendez-Vous mit Sylvie, und als Sylvie mit dem grauen Kurzhaarschnitt nebenan fertig war, fragte sie mich nach meinen Wünschen. &quot;Vraiment court&quot; sagte ich, und sie wiederholte &quot;vraiment court&quot;, auf eine Weise, die mir signalisierte, dass ich jetzt nicht schon wieder drolligen Blödsinn gesprochen hatte. Oder sehr höflich war. So machte sie es dann auch, erst mit einer Schere, dann mit einer kleinen Säge. So eine Säge war mir in meiner 30-jährigen Kurzhaarschnittgeschichte noch nicht begegnet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter Sylvies Händen und ohne aufgedrängte Unterhaltung begann ich ein Buch, &quot;Liebestod&quot; von Oscar van den Boogaard. Zum Gück hatte mich niemand gewarnt, dass darin ein Kind ertrinkt, nach der zweiten Seite war es zu spät, da wusste ich schon Bescheid und konnte dann auch einfach weiterlesen. Ein okayes Buch. Ich hatte vor Jahren &quot;Julias Herrlichkeit&quot; vom selben Autor gelesen und gut gefunden. Es gibt ja diese seltenen Vorkommen von sinnvoll über Frauen schreibenden Männern. Außer diesem Eindruck habe ich aber alles vergessen über &quot;Julias Herrlichkeit&quot;. Überhaupt scheinen mir holländische Autoren besonders wenig Angst zu haben vor toten Kindern und tiefer Schuld. Ausdrücklich warnen möchte ich vor den gut geschriebenen tief berührenden Büchern von Renate Dorrestein. Tote Kinder, schuldige Kinder, Dinge, die man sich einfach nicht vorstellen möchte. &quot;Liebestod&quot; ist aber erträglich. Schade nur, dass die Figur der Nachbarin, die am Anfang das tote Kind aus ihrem eigenen Pool zieht, nicht weitergeführt wird. Handlung: Achtjähriges Mädchen ertrinkt im Pool der Nachbarin, die Eltern trauern, trennen sich auf Zeit (Vater geht für ein paar Jahre als Soldat nach Surinam) und versuchen später wieder zusammen zu kommen. Es gibt eine Geschichte dahinter, die man erahnt, und die am Ende aufgelöst wird. Es ist ein angenehm kurzes Buch, das ich schneller durchgelesen, als mich an die neue Frisur gewöhnt hatte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als ich am Nachmittag die Vier in die École maternelle brachte, begegnete ich der Gemeindesekretärin. Sie sah mich an, als hätte ich die selbe Friseurin. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am Abend nahm ich dann irgendwas aus dem Regal, wovon ich keine Ahnung habe, wie es dort hingekommen ist. &quot;Canal Grande&quot; von Hannu Raittila handelt von einer Horde Finnen in Venedig. Ich kenne Finnland fast so gut wie den Inhalt meiner sämtlichen roten Crumpler-Taschen aus den Maria Kallio-Krimis. Allen Chorsängern möchte ich den ersten &quot;Alle singen im Chor&quot; empfehlen. Das dort beschriebene soziale Gebilde Chor entspricht meinen Erfahrungen, nur dass in meinem Chor - noch - niemand von einem Mitsänger ermordet worden ist. Die Autorin heißt Leena Lehtolainen. Ein anderer spielt im Eiskunstlauf-Milieu, auch was für mich. Solide Ware für lange Zugfahrten. Über Venedig weiß ich sowieso alles: Von Mann, Visconti, &lt;a href=&quot;http://www.amazon.de/Die-Rote-Alfred-Andersch/dp/3257236026/ref=pd_ka_1/303-8000841-3154642?ie=UTF8&amp;s=books&amp;qid=1172837146&amp;sr=8-1&quot;&gt;Andersch&lt;/a&gt;, und - ich geb&apos;s zu - Donna Leon. Und weil ich im Sommer 1987 dort mal durch den Regen gelaufen bin. Und Jahre später ein paar Dezembertage durch den Nebel. Aber wer weiß nicht alles über Venedig?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dem Buch erfährt man sehr viel über Finnland. Zum Beispiel über das finnische Ruderboot, das ich später zu googlen versuchen werde. Eine gut gefettete Längsbank ersetzt in Verbindung mit einer gut gefetteten Ruderhose die Rollbahn-Rollsitz-Technik. Sehr schön sind die Auslassungen des finnischen Ingenieurs über &quot;die Europäer&quot;. Die Finnen gehören übrigens einer Delegation an, die Venedig vorm Untergang bewahren soll. Die Venezianer haben an diesem Projekt kein besonderes Interesse. Ich bin jetzt etwa in der Mitte, eben las ich über eine finnische Saune auf einem venezianischen Dach (&quot;Diese sorgfältig auf dem Dach des Palastes errichtete, saubere finnische Sauna ist für Marrisjärvi eindeutig das einzig brauchbare Bauwerk in ganz Venedig.&quot;). Dann über eine Ausfahrt mit dem finnischen Ruderboot. Der Ingenieur rudert, auf der Rückfahrt stecken sie wegen der Ebbe eine Weile im Sand fest, bist die Flut kommt. Wie sich der Ingenieur auf der Ruderbank (total fettige Jacke) zum Schlafen ausstreckt, wie sich das Gerede der Mitreisenden (ein Dozent, der zwar kein Italienisch, dafür aber Latein spricht und ein amerikanischer Regisseur) ebenso in seinen Schlaf mischt wie das Plätschern - das der Wellen und das der abwechselnd in die Lagune Pinkelnden, das ist so Ruderwanderfahrtenvertraut, dass ich ganz wehmütig werde.</description>
    <dc:creator>sopran</dc:creator>
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    <dc:date>2007-03-02T11:49:00Z</dc:date>
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    <title>Was gelesen /Haas und Herrndorf</title>
    <link>http://sopran.twoday.net/stories/3328889/</link>
    <description>Herrndorf (Wolfgang Herrndorf: Diesseits des Van-Allen-Gürtels) also gestern angekommen und, was glaubst du:  Folie gleich abgerissen, aucun problème. Ich knabbere mich gerade einmal durch den Wolf Haas, früher immer einen Bogen um Haas gemacht, weil: Österreich. Dann &quot;Das Wetter vor 15 Jahren&quot; gelesen. Gelacht. Und sofort den Schuber mit allen sechs Brenner-Krimis kommen lassen, für 49 Euro. Das runde rote 49-Euro-Schild pappt jetzt auf der Schutzfolie der Habenichtse von Hacker, weil die beiden nebeneinander ausgewandert sind. Kein Buchpreisaufkleber übrigens, weil ich das Buch doch schon früher gekauft haben muss. Auf dem Preisschild steht Universitätsbuchhandlung Bouvier, 25.04.2006, 17,80 &#8364;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Herrndorf profitiert heute von Haas, Haas wird übrigens anders als die Regel mit jedem Krimi besser. Gestern las ich der Frau meines Herzens die ersten sieben Kapitel &quot;Silentium&quot; vor, ohne dass sie dabei einschlief. Beginn Kapitel 6: &quot;Jetzt Petting.&quot; Beginn Kapitel 7: &quot;Jetzt Party.&quot; Sehr empfehlenswert. Aber heute darf ich nicht alleine weiterlesen, denn die Frau ist in die Berge gefahren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also Herrndorf, und was soll ich über den schreiben? Das ist ein netter Mann, und wenn ich mit jemandem schon mal ein Bier getrunken habe, dann lese ich quasi betrunken, benebelt; einmal der Reflex: Willich gutfinden. Dann die Angst: Mussich das gutfinden? Dazu die Unfähigkeit, Autor und Figur zu trennen. Jetzt bin ich erst bei der zweiten Geschichte, Tsingtao, und beide Male Ich-Erzähler. Erster Ich-Erzähler studiert wie Herrndorf einst Kunst in Nürnberg, aber zweiter macht Weltreise, davon weiß ich nichts. Das macht es leichter. Ich weiß schon, dass am Ende eine Pornoschloss-Geschichte vorkommt, aber die bewahre ich mir auf. Da muss ich mich nicht groß anstrengen, die steht ja sowieso ganz hinten.

&lt;hr /&gt;

Das war quasi der Stand vor 15 Jahren, also vor zwei Tagen. Danach habe ich weiter gelesen, die Van-Allen-Geschichte übersprungen, die fand ich schon Klagenfurt vor zwei Jahren gut. Aber die letzten beiden mit Holm und Kornelius und Lottmann und Kirk, die fand ich so überflüssig und langweilig. Ich meine: Ich sehe Gesichter zu den Namen und habe nicht die geringste Ahnung, was das soll. Wenn ich Gesichter sehe beim Lesen, bin ich normalerweise sehr genügsam. Bergziege nichts dagegen. 

&lt;hr /&gt;

Also wieder Haas, und selten hat mich ein Autor so geprägt, um nicht zu sagen: In meine Träume verfolgt, wie Haas. Alp nichts dagegen. Ich träume in dieser Sprache, weil dings. Hyäne nichts dagegen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unbedingter Lesebefehl.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Meinung zu Herrndorf vielleicht später mal. Meinung immer heikel, weil dings.</description>
    <dc:creator>sopran</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://sopran.twoday.net/topics/Buch+und+Text&quot;&gt;Buch und Text&lt;/a&gt;</dc:subject>
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  <item rdf:about="http://sopran.twoday.net/stories/2267104/">
    <title>Schweinchen im Land der Poesie</title>
    <link>http://sopran.twoday.net/stories/2267104/</link>
    <description>&lt;img title=&quot;&quot; height=&quot;400&quot; alt=&quot;schweinchen&quot; width=&quot;229&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/sopran/images/schweinchen.gif&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;font size=&quot;1&quot;&gt;Robert Gernhardt ist tot.&lt;/font&gt;</description>
    <dc:creator>sopran</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://sopran.twoday.net/topics/Buch+und+Text&quot;&gt;Buch und Text&lt;/a&gt;</dc:subject>
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    <dc:date>2006-06-30T10:32:00Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://sopran.twoday.net/stories/1708379/">
    <title>&quot;Ich möchte im Grunde nur Bücher lesen, in denen es um Fremdficken in Neuengland...</title>
    <link>http://sopran.twoday.net/stories/1708379/</link>
    <description>&quot;Ich möchte im Grunde nur Bücher lesen, in denen es um Fremdficken in Neuengland geht.&quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Harald Schmidt mag Updike)</description>
    <dc:creator>sopran</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://sopran.twoday.net/topics/Buch+und+Text&quot;&gt;Buch und Text&lt;/a&gt;</dc:subject>
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    <dc:date>2006-03-16T22:17:00Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://sopran.twoday.net/stories/1624310/">
    <title>&quot;Bis ich dich finde&quot; - Zwischenfrage</title>
    <link>http://sopran.twoday.net/stories/1624310/</link>
    <description>Trotz Enttäuschung (Witwe für ein Jahr) bis Ärger (Die vierte Hand) doch wieder Irving gekauft. &lt;br /&gt;
Habe jetzt die Hälfte durch, bisher abgehakt:

&lt;ul&gt;
Ringen (alle glaubich außer Bären und Zirkuskind)&lt;br /&gt;
Sex mit älteren Frauen (Witwe für ein Jahr, Hotel New Hampshire...)&lt;br /&gt;
Schriftsteller (Garp, Hotel New Hampshire, Zirkuskind, Witwe für ein Jahr und noch ein paar)&lt;br /&gt;
Kleinsein (Owen Meany, Hotel New Hampshire, Zirkuskind und noch ein paar)&lt;br /&gt;
Sexuelle Orientierungslosigkeit (Hotel New Hampshire, Garp, Wassertrinker und noch ein paar)&lt;br /&gt;
Ostküsteninternat (Owen Meany, Hotel New Hampshire, Garp und noch ein paar)&lt;br /&gt;
Kindliches Trauma (Witwe für ein Jahr und noch ein paar)&lt;br /&gt;
Dickes Mädchen (Gottes Werk und Teufels Beistand und bestimmt noch ein paar)&lt;br /&gt;
Geschwisterliebe (Hotel New Hampshire, Witwe für ein Jahr)&lt;br /&gt;
Prostituierte (Witwe für ein Jahr und noch?)&lt;br /&gt;
Amsterdamer Rotlichtviertel (Witwe für ein Jahr)&lt;br /&gt;
Fehlender Vater (Garp, Owen Meany, Gottes Werk und Teufels Beitrag)
&lt;/ul&gt;

Kann mir schon mal jemand verraten, ob es nachher wieder nach Wien geht?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Dort hat Irving übrigens die Tage ein paar tausend oder zehntausend oder hunderttausend Lassdiebärenlos verteilen lassen. Für die Reise aber doch lieber Thomas Bernhard.)

&lt;hr /&gt;
Nachtrag&lt;br /&gt;
Neu ist glaube ich die Psychotherapeutin. Aber Irving wird ja auch älter (nicht erwachsener).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Na dann eben Zürich.&lt;br /&gt;
Gerade tritt Hugo auf, dem ein Hund das Ohrläppchen abgebissen hat. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also: &lt;br /&gt;
Abgebissenes Ohrläppchen (Garp)</description>
    <dc:creator>sopran</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://sopran.twoday.net/topics/Buch+und+Text&quot;&gt;Buch und Text&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2006 sopran</dc:rights>
    <dc:date>2006-02-26T22:06:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://sopran.twoday.net/stories/1481187/">
    <title>Keine Schokolade, kein Exorzismus, lucides Intervall, Jodie Foster (googlefishing)</title>
    <link>http://sopran.twoday.net/stories/1481187/</link>
    <description>Auf der Suche nach Schokolade durchs Haus gestriffen, hoffte, ich könnte mich mit Schokolade besser für ein Buch entscheiden. Sofa + Wolldecke + neuer Irving, Arno Geiger und was mit Sozialamt. Ich musste die Familie anbetteln, der Mann stritt ab. &quot;Der Papa hat noch Schokolade&quot;, sagt die Zwei, also muss ich die peinliche Befragung noch fortsetzen. Peinlich wie in peinliche Halsgerichtsordnung. Der Eins, der seit heute Mittag ein lucides Intervall hat in seinem sonst pubertär-hormonell beeinträchtigten Zustand, weiß  was von Schok-a-ko-la und einer schweizer Armeeschokolade, die der Mann angeblich &quot;für lange nächtliche Autofahrten&quot; braucht, aber ab 100 km nimmt er sowieso den Zug. Das lucide Intervall führte dazu, dass er wie verabredet den ganzen Tag zu Hause blieb, am Abend mit mir kochte und sich nach zähem Ringen entschloss, morgen doch noch für eine zweite Chance ins Internat einzurücken. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während der Ausforschung starre ich multitask auf Wetten dass und erfahre so, dass Cecilia Bartoli mal einen deftigen Exorzismus brauchen kann. Dehne diese Diagnose auf die Simultanübersetzerin aus. Dann mal wieder einer mit diesem doch recht verbreiteten Handicap absolutes Gehör. Langweiligste Kacke was gibt. Hat mein kleiner Bruder auch, der konnte schon mit acht vier Töne auseinanderhalten. Denn mehr führt der Kerl da in Böblingen oder Lüneburch nicht vor. Der letzte mit absolutem Gehör konnte damit die Drehzahl von elektrischen Küchengeräten bestimmen, ein Zahnarzt, der das beim Bohren geübt hat, das war ja halbwegs originell. Jetzt also ein Pianist, der vier Klaviertöne auseinanderhalten kann. &lt;br /&gt;
Und auf dem Sofa sitzt der exhumierte Boris Becker. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich nehm den Irving, da passiert wenigstens immer was.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Sogar bei dem ärgerlich bekloppten mit der Hand und dem blöden mit der Witwe, in dem alleallealle Schriftsteller sein mussten, musste ich ein paar mal weinen. Auch wohl bei dem hanebüchenen Zirkuskind. Als ich Hotel New Hampshire las, stellte ich mir Franny von Anfang an vor wie Jodie Foster, und dann war ich dem Film so dankbar, dass Franny wirklich Jodie Foster und John wirklich so eine sympathische trübe Tasse war, ach.)&lt;br /&gt;
&lt;strike&gt;&lt;br /&gt;
Und jetzt wird Harald Schmidt wiederholt.&lt;/strike&gt; Da hat der Mann was Falsches erzählt.</description>
    <dc:creator>sopran</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://sopran.twoday.net/topics/Buch+und+Text&quot;&gt;Buch und Text&lt;/a&gt;</dc:subject>
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    <dc:date>2006-01-28T21:46:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://sopran.twoday.net/stories/1181236/">
    <title>&quot;Ihre Buchempfehlungen&quot; - Danke, Amazon!</title>
    <link>http://sopran.twoday.net/stories/1181236/</link>
    <description>Ok, ich soll also ein Kochbuch von Tim Mälzer kaufen, nur weil ich das sehr schöne Buch &lt;a href=&quot;http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3442722381/ref=pd_rate_dp/302-0250772-6165643?%5Fencoding=UTF8&quot;&gt;&quot;Die Romanleserin&quot; von Pearl Abraham&lt;/a&gt; gut fand. Und die Käufer von Feiningers großer Fotolehre sollen auch Coldplay hören. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;39. Born to Cook  	&lt;br /&gt;
Born to Cook&lt;br /&gt;
von Tim Mälzer&lt;br /&gt;
Preis: EUR 19,90 &#8194; Gebraucht &amp; neu ab EUR 14,99 &#8194; 		&lt;br /&gt;
Gehört mir 	  		Kein Interesse 	  		Gespeichert&lt;br /&gt;
Diesen Artikel haben wir empfohlen, weil Sie Die Romanleserin bewertet haben. (Ändern)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
40.  	X &amp; Y 	&lt;br /&gt;
X &amp; Y&lt;br /&gt;
~ Coldplay&lt;br /&gt;
Preis: EUR 13,99 &#8194; Gebraucht &amp; neu ab EUR 8,00 &#8194; 		&lt;br /&gt;
Gehört mir 	  		Kein Interesse 	  		Gespeichert &lt;br /&gt;
Diesen Artikel haben wir empfohlen, weil Sie u.a. Andreas Feiningers große Fotolehre gekauft haben. (Ändern)&lt;/i&gt;</description>
    <dc:creator>sopran</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://sopran.twoday.net/topics/Buch+und+Text&quot;&gt;Buch und Text&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2005 sopran</dc:rights>
    <dc:date>2005-11-22T21:26:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://sopran.twoday.net/stories/954618/">
    <title>An Schweden leiden</title>
    <link>http://sopran.twoday.net/stories/954618/</link>
    <description>Henning Mankell, Die Brandmauer, aus Langeweile gekauft, kostete auch nur 6 Euro, irgendein Krimi halt, aber ach: &lt;br /&gt;
Das ist der langweiligste deprimierendste Scheiß, den ich seit langem gelesen habe. Positiv nur, dass der Scheiß mir über eine längere Zeit Nacht für Nacht das Einschlafen erleichterte. Nach ein, zwei lähmenden Seiten sank ich jeweils gelähmt dahin.&lt;br /&gt;
Kurt Wallander leidet an Schweden, an sich selbst und überhaupt, uninspiriert, dröge, ironiefrei. Ok, das An-Schweden-leiden hat Mankell nicht erfunden, das ist seit Sjöwall/Wahlöö inzwischen zu Tode geritten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich verrate mal das Ende, der mit dem Herzkasper vorm Geldautomaten wollte mit seinem Kumpel in Angola die Weltwirtschaft in die Scheiße reiten, in dem irgend jemand in Ystad am 20. Oktober eine Karte in einen Geldautomaten schiebt. Oder so. Gequirlte Scheiße. Warum die Mädchen den Taxifahrer umgebracht haben hätte mich mehr interessiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich möchte es im Bekanntenkreis nicht weiterverschenken, wegen Identifikation, will es jemand haben? Sonst setze ich es Ende der Woche an der Poppelsdorfer Allee aus. Oder schmeiße es direkt weg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vielleicht müsste ich Schwedin sein.

&lt;hr /&gt;
Nota bene und Danke II, letzteren an Elinor, die mir den Link geschickt hat zu &quot;&lt;a href=&quot;http://www.taz.de/pt/2001/05/04/a0131.nf/text&quot;&gt;Kommissar Wallander und die belegten Brote&lt;/a&gt;&quot; von Wiglaf Droste. Das überflüssigt jedes weitere Wort zu Mankell.</description>
    <dc:creator>sopran</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://sopran.twoday.net/topics/Buch+und+Text&quot;&gt;Buch und Text&lt;/a&gt;</dc:subject>
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    <dc:date>2005-09-06T15:31:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://sopran.twoday.net/stories/920513/">
    <title>Bewusster Lesen</title>
    <link>http://sopran.twoday.net/stories/920513/</link>
    <description>kann man den eben eingetroffenen Ikea-Katalog mit Hilfe von &lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3821848952/qid=1124801271/sr=8-1/ref=sr_8_xs_ap_i1_xgl/302-1009549-2584057&quot;&gt;Dr. Ankowitschs kleinem Konversationslexikon&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img title=&quot;&quot; height=&quot;400&quot; alt=&quot;3821848952.03.lzzzzzzz&quot; width=&quot;261&quot; src=&quot;http://static.twoday.net/sopran/images/3821848952.03.lzzzzzzz.jpg&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dort wird unter anderem erklärt, nach welchem System bei Ikea Namen verteilt werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch sonst ein schönes Buch. Zum Verschenken und als Klo-Lektüre.</description>
    <dc:creator>sopran</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://sopran.twoday.net/topics/Buch+und+Text&quot;&gt;Buch und Text&lt;/a&gt;</dc:subject>
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    <dc:date>2005-08-23T12:50:00Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://sopran.twoday.net/stories/912245/">
    <title>Arne Dahl: Misterioso</title>
    <link>http://sopran.twoday.net/stories/912245/</link>
    <description>&quot;Hjelm  sah sein Gesicht im verkehrt eingestellten linken Außenspiegel und entdeckte, daß der schuppig-rote Fleck auf seiner Wange größer geworden war. Hautkrebs, dachte er. &quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Krimi, der mir im Urlaub gefehlt hat.</description>
    <dc:creator>sopran</dc:creator>
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