Tatort: FETTkiller (SWF)
Dä is doherinne rumebursselt wieäne Gräschdästdammi.Anfangszene: Lena Odenthal, Koppers und ein Paar essen zu Abend, aus den Gesprächsfetzen zwischen Musik und der noch lebenden Leiche (Nasenspray, Pizzapackung, Telefon, Rotwein): UFo fastet. Wenig später ist Harald Stauß (Strauß?) tot, mit dem Auto von der schnurgeraden Straße abgekommen. Offenbar schon vorher tot, siehe oben. Wohnung des Journalisten ist aufgebrochen, Notebook fehlt.
Bisher zumindest gute Bilder. Die Türspionperspektive, nicht neu. Rufus Beck als Journalistenchef (Ressortleiter?) aus der Hinter-dem-Chefsessel-Perspektive. UFo hat also heute eine blöde Dauerwelle. Das magere Model (Freundin des Toten vielleicht) findet das Ufo “sehr fotogen” und fällt bei der Todesnachricht in Ohnmacht. Unterzuckerung.
Soso. “Sensationeller Fettkiller”,
“Das klingt jetzt sehr nach Spekulation und Räuberpistole” - die Chemietante in dem schönen großen Büro mit den USM-Haller-Schränken und den afrikanischen Stehrumchen gefällt mir als Mörderin ganz gut. Leiterin Entwicklungsabteilung Fettkiller. Der jüngere Assistent auch nicht schlecht.
20:36 Uhr. Brauchen wir eigentlich einen Mörder? Herr Strauß, der umtriebige Freelancer, starb an Nasenspray und den Fettkillertabletten: Herzinfarkt am Steuer. Woher die Pillen kamen, wissen wir ja schon, nur: Wer hat sie ihm gegeben, möglichst nebst der Formel, die auch bei ihm herumlag. Das polnische Model dreht langsam durch mangels Job, frisst Schokolade und macht die Wohnungstür in Spitzenwäsche plus Wollsocken auf. Der Beamte von BFArm frisst Austern zu mittag. Frl. Pawlack Negerküsse (Achtung: Volksverhetzung) und vergisst zu kotzen, stattdessen: Pillen.
Der Beamte sieht “keine Probleme” bei der Zulassung des Fettkillers, dazu passt es, dass er sich ein paar Dutzend Austern leisten kann.
Ufo stört heute kaum, ist auch meistens von Austernetageren und ähnlichem Dekor verdeckt.
20:40 Uhr, verdächtig: Alle
Dr. Neumann, der Laborleiter (indiskret)
Dr. Entwicklungsleiterin (angepisst)
Der BFArm-Beamte (bestochen)
Magermodel Kristina Pawlack (durchgeknallt)
plus.
Rufus Beck alias Johannes Anders (Schreiberling)
Hihi. “Sie rieschen gut, welsches Parföh nähmen Sie?”, kleine dünne Pawlack baggert Frau Kommissarin heftig an. “Wir können doch Du zueinander sagen”. Jetzt zieht sie sich aus für Lena, tststs. Oh. Rechts ist viel kleiner als links, und sie schielen.
“Oh schön”, sagt F. neben mir, “Sendung mit der Maus” - wirklich prima Bilder heute. “Wie werden eigentlich Pillen hergestellt?”
plus.
Heike, die
Das ist wie von mir gefürchtet zwar wirklich ein bisschen gutmenschig (hej, dick oder dünn, wichtig ist, dass du dich annimmst oder so), aber trotzdem gut. Gute Bilder, wenig Spannung, Ufo guter Text, sie muss kaum spielen, die anderen spielen so um sie herum, das genügt. Da fällt ihre Holzigkeit nicht so negativ auf, macht man die Holzigkeit einfach zur Rolle.
Frau Doktor Kehl ist Nobelpreisträgertochter. Sie möchte ein Mittel gegen Malaria erfinden und braucht dafür das Geld aus den Fettpillen. Sie hat einen Kronleuchter und ein Cello. Rufus Beck ist ein falscher Hund. Er wickelt das bekloppte Magermodel ein, im Café der hübschen dicken Freundin bei Frankfurter Kranz.
Ohoh, Ufo versucht schauzuspielen, sagt der Frau Dr. mal die Meinung. Wenn Sie... dann kann Sie kein Dings der Welt ... vor mir schützen. Ohoho. Mistigste Stelle bisher.
Frau Doktor Kehl wird auf unbestimmte Zeit beurlaubt, da stehen vier Männer mit verschränkten Armen in ihrem Büro.
“...volle Verantwortung für die derzeitige Situation.”
“Haben wir denn eine ... Situation?”
Ha! Dr. Neumann! Vertretung! Klassischer Fall von “Bock zum Gärtner”. Stück Scheiße, genau. Und die blonde Kriegerin geht mit dem Massai-Speer auf ihn los. Zu Recht natürlich. Sowieso super. Meinetwegen kann die auch die Mörderin sein. Lieblingsmörderin.
21:24 Uhr verdichtet sich, dass es die bekloppte Kristina Pawlack war. Denn die hätte ja keine Pillen mehr bekommen, wenn die Nebenwirkungen des Mittels bekannt geworden wären. Also entweder dicker werden oder keine Negerküsse mehr fressen, oder wieder kotzen, alles unangenehm für sie. "Hast Du zugenommen? Steht dir gut!" sagte der Fotograf eben. Kristina: Fassungslos.
Lena Odenthals Weg:
Frau Dr. Kehl passt zu Dr. Neumann, der zu Johannes Anders, Lena immer hinterher. Aber noch nicht da, denn Anders bedroht gerade die Kleine, ihr Harald Straußens Daten zu geben. Den USB-Stick hat aber schon die Polizei.
Und Anders löscht eine Festplatte. Da es aber erst 21:29 Uhr ist, war er es nicht. WER WAR AN HARALDS NASENSPRAY?
Der Harald, das war ein Guter, der holte sich Rat bei Kristinas Freundin Heike, weiß Lena nun aus den Mails. Die war nämlich wie gesagt. Keine Pillen mehr. Im City-Hotel in Speyer traf sie Strauß, dabei die Nasenspraynummer. Kristinababy hat aber gerade eine Handvoll Fettkillerpillen mit Wodka runtergespült, sich dann, statt in ihrem bekloppten Bad zu verenden, effektvoll angezogen (rot) und tapert nun durch dings Ludwigshafen.
OhohOH, roter Mantel auf schwarzweißer Industrieanlage, fuck Teilentsättigung, rote Ballerinas, fuck Ballerinas, und man darf doch da nicht einfach rumlatschen, bemerkt F. zu Recht. UFo wieder retten, immer muss sie retten am Ende, können diese Tatorten nicht einfach mal zügig zuende gebracht werden, wenn ICH weiß, wer's war?
Lena kann sie nicht halten, oh nein: Zu fett! Aber dann: Koppers natürlich. Wer Pizza con tutto isst. Kitschkitschkitsch. Letzter Satz vor dem Überleben: "Vielleicht hätte ich Sie früher kennen lernen sollen."
sopran - So, 30. Dez, 20:45



Die Teilentsättigung war für mein Auge im Übrigen hübsch, die Retterin UFo tatsächlich too much. Für TV-Idiotinnen wie mich müssten Krimis mindestens eineinhalb so lange dauern, damit ich endlich begreife, wer es war.