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Wenn ein Ruderer zu einer Beerdigung von weither, nämlich Zürich, anreist, dann nutzt er das Wochenende, um mit seiner Schwester, nämlich mir, mal wieder rudern zu gehen. Ist es beruhigend oder beunruhigend, dass sich am Bootshaus nichts geändert hat mit den Jahren? Die Dagebliebenen freuen sich am Dagebliebensein und stellen sich den seltenen Besuchern (zuletzt vor sechs Jahren) mit Namen vor. Harhar.Auf den fünfeinhalb Kilometern stromauf bildet sich eine wunderschöne Blase an meiner Hand, die schon beim Stromabfahren aufplatzt. The Sopranos brauchen sich nicht zu schämen: Da rudern andere Jahr für Jahr Woche für Woche und können es immer noch nicht so gut wie wir. In der logischen Sekunde, in der ein Ruderer das Wachstum beendet, wird die dann vorhandene Rudertechnik im Rückenmark abgelegt. Dann ist es nur noch über das Bewusstsein möglich, etwas hinzuzulernen. Und das Bewusstsein ist im vor-zurück-vor-zurück, dem Plätschern und Plaudern, sehr schwer zu aktivieren.
Ist es Beständigkeit oder Erstarrung, wenn die selben Menschen die selben Sätze sprechen wie vor zwanzig Jahren? Es rudert aber keiner mehr in seiner langen Bundeswehr-Unterhose. Die Globetrotterisierung schreitet fort.
Ach, herrlich war es.
Bis bald mal wieder, Ihr beharrlichen Helden des großen Stroms, so in fünf, sechs Jahren.
sopran - So, 28. Okt, 16:23



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