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Gestern Abend mit The Vicar darüber simuliert, warum Schwiegerkinder und andere Kernfamilienrandständige im Schwiegertrauerfall mir so leicht lästig fallen, obwohl sie eigentlich nur mitfühlend sind und helfen wollen. Ergebnis: Die Kernfamilienrandständigen verfügen nicht über die Kommunikationsmuster, die die Kernfamilie in Jahrzehnten eingeübt hat. Wir greifen auf Gewohntes zurück, schale Witzchen zum Beispiel, über die wir lachen können, unter allen Umständen. Wenn jemand dann dazukommt und sich trauernd verhält, geraten wir unter Druck, uns auch wieder trauernd verhalten zu wollen. Wer tröstet wen? und verfallen in aufgestülpte Muster wie “Angemessenheit”, “Pietät”, “Würde”. Dabei steht der Kernfamilie (Witwe und drei erwachsene Halbwaisen) jegliches Trauern zu: pietätlos, unangemessen, würdelos. WIR dürfen über den toten Vater weinen und lachen, uns nochmal über seine Macken ärgern und dieselben schmerzlich vermissen. Ihr habt ja keine Ahnung.Die ist ein unangemessenes pietätloses Trauerbloggen.
Mit den Freunden da draußen geht alles gut. Die bieten mir ein kuscheliges frischluftiges Dadraußen an, und mehr will ich auch gar nicht von ihnen.
Und alles andere bleibt ungebloggt.
sopran - Fr, 26. Okt, 20:00
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