Kino: "Du bist nicht Mississippi", Frau Thalbach
Ich war dann auch 2mal wieder im Kino, und nicht erwünschter Zufall sah ich dort zwei mal Katharina Thalbach in zweiten Nebenrollen. "Du bist nicht allein" sah ich in Berlin in der Kulturbrauerei. Mal eben aus der - nun ja: kultigen - Hinterhauswohnung gestolpert, dä: Fängt in zehn Minuten dieser Film an. Axel Prahl ist ja auch immer Axel Prahl, aber als Axel Prahl wirklich sehr gut. Verliebt in eine Russin, das hatten wir so ähnlich neulich im Tatort ja auch. Auch wenn die Frau da aus "Inguschien" kam. Aber ähnliches Beuteschema. Er hat für den Film seine eigenen Klamotten von zu Hause mitgebracht, eine Shorts mit großen Taschen und Leder-Trekkingsandalen. Kein Sankt Pauli-Nachthemd, aber das gehört vielleicht dem WDR. Fabelhaft auch der Alkoholiker, der von der Wohnung aus auf sein Einfamilienhaus schaut, aus dem die Frau ihn rausgeschmissen hat.Also, Axel Prahl ist immer er selbst, aber wer ist eigentlich in letzter Zeit immer Katharina Thalbach? Katharina Thalbach ist immer: Harald Juhnke. Eine lächerliche Figur, die ihr Gesicht immer in die selben schrulligen clownigen Falten legt. Und zwar ebenso uninteressant als Prahls Gattin in dem ansonsten wirklich schönen kleinen Marzahn-Film "Du bist nicht allein" wie als Oma in dem klamaukigen Boje/Buck-Kinderfilm "Hände weg von Mississippi". Ich bin da vielleicht spießig, aber muss die sich wirklich unterhalten, während sie ein halbes Pfund Käse im Mund hat? Schlimmer noch als die erneute Exhumierung von Jopi Heesters ist die Exhumierung von Heidi Kabel für diesen Film. Die heißt Berta und sitzt auf der Bank vor ihrem Haus. Manchmal sagt sie sowas wie, och nee oder na klar oder ach was, ohne jeden Zusammenhang. Ist doch auch überflüssig, die Kinder kennen die sowieso nicht. Die andere Mischpoke natürlich auch da, Heidi Mahler, Buck selber. Dazu Christoph Maria Herbst. Der Wilde-Hühner-Film war viel besser. Trotz
sopran - Mo, 3. Sep, 21:24


