Tatort: Die schlafende Schöne (ORF)
Habe ich diesen Tatort schon gesehen? Ich sehe heute allein, eine Wiederholung aus Österreich, irgendwas mit einer Geige, “Die schlafende Schöne”.“Was sagt der Arzt?” fragt der Mann am Telefon. “Das sage ich Dir morgen”, antwortet Susanne von Borsody. Geteilte Mattscheibe. Links Mann am Flughafen, rechts Professorin Landauer.
Susanne von Borsody. Man spricht das Borschody, oder sie hat es umgeschrieben, dann schriebe es sich Borszody. Mehr weiß ich aber nicht über ungarisch. Für die paar Tage Ungarn erfragte ich nicht mehr, als ich brauchte, um die Ortsnamen auszusprechen. Aber es reichte nicht mal dafür, ich habe wohl als einzige bis heute nicht geschafft, diesen Ort richtig auszusprechen: Nyíregyháza. Vorschläge? g.?
Susanne von Borsody jedenfalls ist Geigenlehrerin, ihr Schüler Mischa hat gerade einen Wettbewerb gewonnen. Nach der anschließenden Feier behält sie einen Knaben der Zigeunerkapelle bei sich, aha, Mischas Bruder. Ein weiterer Verwandter findet das nicht so toll, der hat bei der Party einen Aufstand gemacht. Der Knabe wird nachts in ihrem Bett erschossen. Unter der Decke. Sie rennt raus und wird auf der Straße überfahren. Die Kapuzengestalt mit der Pistole könnte eine Frau sein. Sag ich mal so. Und wen wollte die Gestalt erschießen?
So jetzt der Stand.
Sind wohl beide Geiger, die Landauers. Borsod und der mit dem Telefon.
Beim Bergdoktor tritt diese Tochter auf, von der er nichts weiß. Die kenne ich ja schon aus den zukünftigen Folgen. Eisner hat eine komische lange Tasche im Zimmer stehen. Posaunenkoffer? Golftasche?
“Für Zigeuner ist meine Frau zuständig”, hm.
Und nu ist die Geige weg. “Die schlafende Schöne”. Nein, den habe ich noch nicht gesehen. Eine Stradivari, 3 Millionen. Euro? Joh. Schilling wäre ja nicht so schlimm. Den Landauer wollte eine am Flughafen abholen, aber die hat sich verpisst, als die Bullen auftauchten.
Herr Landauer soll in Bogota auf dem Instrument gespielt haben. Aber “die Idioten do” merken's ja nicht.
Frau Landauer weiß seit ein paar Tagen, dass sei Parkinson hat. Wahrscheinlich hat sie die Geige dem Knaben für den Wettbewerb geliehen. Oder sie hat irgendwas angezettelt, was dann schief gegangen ist. Sie braucht ja die Geige nicht mehr und könnte die drei Millionen besser brauchen.
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Der Verwandte, der Stunk gemacht hat, war der Schwager. Der tote Johnny war mit seiner Schwester verheiratet. Schon wieder geteilte Mattscheibe. Links Eisner, rechts Eisnertochter.
Bei Zigeuners prügeln sich Bruder und Schwager des Toten. Als die Polizei kommt, türmen die beiden mit einer Tasche. Ist da die Geige drin? Passen würde es. Und wo ist der Mischa? Hatte der auch was mit der Frau Professor?
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Wir haben nun:
Leopold Landauer
Harry Lakatos
Mischa Lakatos
Die Kleine vom Flughafen
Oups. “Ich möchte nie mehr von jemandem hier das Wort “Zigeuner” hören”. Sagt der Staatsanwalt. Ich weiß aber jetzt nicht, ob das Sinti oder Roma sind oder andere. Und sie sagen doch selbst Zigeuner. Alles total politisch unkorrekt. Haben alle tolle Designerstehlampen, bei Landauers so eine, die aussieht wie ein Abendkleid, beim Bergdoktor so eine großer weißer Schirm auf einem Holz-Dreibeinstativ.
Rührende Szene. Das Bergdoktor-Töchterchen spielt auf der Gitarre das Lied, das der Mischa für die Frau Landauer komponiert hat. Der Mischa ruft beim Landauer an, der hat die Geige “in Sicherheit gebracht”, und natürlich nutzt der Landauer die Gelegenheit, die Geige klammheimlich für den Versicherungsbetrug zu nutzen. Oder so.
Aha. Die Jasmin ist das. Aus dem Tonstudio. Mutter-Tochter-Unternehmen.
So, wo waren wir.
Im Schließfach ist nur der leere Geigenkasten, da würde ich mal raten, dass der Leopold die Geige schon mal rausgenommen hat, bevor er die Polizei informiert hat. Ich habe versucht, ein Bild von der Stehlampe aufzutreiben, um die Einrichtung der Landauers zu illustrieren, aber das W-Lan hakt.
Leopold tanzt mit Silvia in der Bar. Seltsame Begegnung im rotgoldenen Männerklo. Geigenübergabe. Sibelius Violinkonzert.
“Der Geiger war's”, sagt die Tochter, und das ist ja mehr als wahrscheinlich. Also nicht selber, sondern mittels Helfer. In.
1. Er ist der Ehemann.
2. Er betrügt sie.
3. Er braucht Kohle, um sie zu verlassen.
4. Die anderen verdächtigen sind alle Roma
Silvia, für ihn.
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Das ist jetzt leider äußerst langweilig geworden. Vorhersehbar. Borsody schläft im Auto auf dem Weg zu Leopold ins Konzerthotel. Leopold schläft mit Jasmin. Sie war's. Die ist nämlich richtig sauer, dass der Leopold die Alte nicht verlassen will seit zwei Jahren.
Och. Jetzt ist sie tot. Die Frau Professor. Und die Jasmin wollte ihr dahin fahren. Aber das verzögert ja alles nur. Noch 14 Minuten. Besuch im Schlosshotel. Peinliche Sache, das.
Hübscher Text im Hotel:
Landauer: “Falls Sie die junge Dame im Badezimmer meinen: Wir haben das Zimmer aus Kostengründen geteilt.“
Silvia: “Aus Kostengründen?”
Bergdoktor: “Der Herr Landauer wollte Sie nicht kompomittieren”.
(Bekomme gerade eine Liebesgabe von der Katze. Dieses Mal ein größeres Maus-Modell. Leider tot. "Friss sie halt auf", sag ich ihr, als sie mich fragt. Aber jetzt stört mich das Knochenknacken schon ein wenig.)
Als hätten wir's nicht gewusst. War ja auch die einzige Frau in dem Spiel.
Leopold spielt die Stradivari, die Silvia heult. Und der Mischa hat die Geige geerbt.
Und was sehe ich jetzt den Rest der Nacht?
sopran - So, 12. Aug, 20:42


