Karl Corino, Björn Kern, Kurt Oesterle - Teilnehmer-Update Klagenfurt 2007
Karl Corino (letztes Jahr für Miller eingesprungen, also ohne eigene Gäste)War Ende Februar bereits "anderweitig im Wort" bei
Björn Kern, 1978 in Lörrach geboren und lebt in Südbaden und Berlin. Frankophil (Studium in Aix-en-Provence, Roman, der mit Marseille heißt...) Zweiter Kandidat vom Deutschen Literaturinstitut Leipzig. Aber nur ein Semester.
Einmal noch Marseille189.205;Kipppunkt 346.348
björnkern.de
Von Björn Kern habe ich das Frühwerk "Kipppunkt" gelesen und mäßig genossen. Aus Zeitmangel gab ich ihm keine zweite Chance.
Leseprobe aus "Einmal noch Marseille"
Björn Kern ist auf der Durchreise. Tübingen, Berlin, Marseille. Er hat dem Team eine Reise nach Marseille verschafft, ist doch nett. Er sitzt mit Aussicht auf Marseille. Er spricht über den Zivildienst. Doch, er geht doch: Am Strand entlang, Füße ins Wasser. Pastis.
Keine Brille.
“Gerüche, Klänge, der Geschmack von frischem Obst.”
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Prädikat: Pastis.
und bei
Kurt Oesterle, 1955 in Oberrot geboren und lebt in Tübingen. Schwabe also. Oder wo liegt Oberrot? Amazon-Verkaufsrang-Sieger. Heißt nichts. Das richtige Thema zur richtigen Zeit.
Stammheim. Der Justizbeamte Horst Bubeck und die RAF-Häftlinge 3.187; Der Fernsehgast. Oder wie ich lernte, die Welt zu sehen. 445.679
kurt-oesterle.de
Leseprobe "Stammheim"
Oesterle liegt hier mit seinem Fernsehgast herum. Ich lese die Begriffe Transistorradio, Kunstlederetui und zitiere eine beliebig aufgeschlagene Stelle (Seite 142): "Am Morgen hatten wir einen schwarz umrandeten Brief erhalten: In einem Alpendorf namens Kaprun war sein von dort stammender Kriegskamerad Hansel gestorben. Weil wir aber auch zu Beerdigungen nicht an so entlegene Orte fuhren, entschloss mein Vater sich, unseren Pfarrer um ein Sondergeläute der Kirchenglocke zu bitten. Er ahnte, dass er den Pfarrer dazu würde überreden müssen, denn ein Geläut für ferne Tote hatte es nur im Krieg gegeben. Aber das waren immerhin Tote aus unserem Ort gewesen, Tote, die das Pech gehabt hatten, nicht mehr heimzukehren, deren Verwandte aber noch hier lebten." Irgendetwas in mir hat das Pech, den Eindruck erlitten zu haben, man könne das alles auch irgendwie flüssiger beschreiben.
Kurt Oesterle setzt eine Brille auf. Er hat Dürers Häschen am Schreibtisch und eine große Flasche mit gespitzen Bleistiftstummeln. Vielleicht der einzige Autor ohne Macbook. Hübsche alte Fernsehbilder aus den 60ern. Geht nicht, sondern sitzt in seinem schwäbischen Arbeitszimmer. Achdoch. Geht über eine Wiese. Schwaben I presume. Eindruck beim zweiten Anschauen: Wird wohl keine sachlichen Fehler in seinen Texten haben (gut), hat Themen (auch gut). Nicht erstaunlich, dass "Ich-hab-das-mal-nachgeprüft"-Corino ihn eingeladen hat.
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Prädikat: Emsig
tddl tage der deutschsprachigen literatur klagenfurt 2007 bachmannpreis ingeborg-bachmann-preis wettlesen
sopran - Di, 26. Jun, 21:54


