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...

Ich jetzt hier in Anderswo, sehe meine Besuche hochschnellen und kann den von Varzil verfassten Eintrag über meine Zauberflöten nicht lesen, weil Blogger sich verabschiedet hat. Das macht mich nervös. Hat er etwas Despektierliches geschrieben? Lacht man über mich?

Abgefahren in Bonn bei 19 Grad, die Zeit vergessen. Mitzunehmen. Globale Erwärmung? In Charleroi gab es nur den Stern, las dort auf dem Flug, dass irgendwann vor den Bauernkriegen so warme Winter waren, dass man in Schaffhusig noch im Januar im Rhein badete. Schaffhausen liegt ja weit oberhalb der erwärmenden Chemiewerke nah den Alpen. Danach kam dann eine "kleine Eiszeit".

Wie beim letzten Mal tauchten wir kurz vor Revel wieder unter die Wolken, das Erste, was ich sah, war der halbleere See St. Ferreol, davor das klare Gittermuster von Revel, das Dach der Markthalle. Ein schönes klares Zwielicht zwischen Erde und schlechtem Wetter ließ Fernblick zu, ich sah links die alten Vulkane, die Kuppen der Cevennen, geradeaus den Bugarach, den liegenden Löwen am Rand der Pyrenäen. Mehr Pyrenäen sahen wohl die auf der rechten Seite des Flugzeuges. Ich drückte meine Stirn ans Fenster, um unter mir dem Canal du Midi und der "Centtreize", der Route Nationale 113 zu folgen. Das schneckenförmig angelegte Bram, wunderschön - von oben. Frage mich, wie die darauf gekommen sind, das vor ein paarhundert Jahren so anzulegen, sie konnten das doch von oben gar nicht sehen. Muss irgendwas Esoterisches hinter stecken. Werde mir die Bramesen oder Bramanen mal mit anderen Augen ansehen. Ich fahr da gleich mal runter, mit dem Fahrrad, brauche Brot und Milch. 12 Kilometer, der nächste Laden. Vielleicht finde ich im Keller ein Gasmaske, zwischen Canal und Bram riecht es ja nach faulen Eiern, ich beschrieb das schon.

Brauche ich wirklich Brot und Milch?
Eleonore (Gast) - Fr, 17. Nov, 12:37

Wenn man grad nicht im Flugzeug sitzt,
kann man bei Google Earth
Bram, France eingeben.
Ist natürlich nicht ganz so gut,
aber auch informativ.

sopran - Fr, 17. Nov, 13:01

Aber das konnten die damals doch auch noch nicht... Sie erfreuten sich vielleicht an Grundrissen und Landkarten - was meine Tochter mal "Tante-Emma-Google-Earth" nannte. Nur: Warum haben sie sich solche Mühe gegeben und den Ort innen so gelinde gesagt unspektakulär gelassen?
Sarah (Gast) - Fr, 17. Nov, 13:56

Wenn ich mich als Kind in Schaffhausen den Rhein hinunter treiben liess, fürchtete ich immer, eines Tages den Ausstieg nicht zu schaffen und zwischen den Felsen des Rheinfalls, des grössten Wasserfalls Europas, zu zerschellen. Dies geschah allerdings tatsächlich nie im Winter.
Stand im Stern, dem Zeit-Ersatz, "Schaffhusig"? In unserer helvetisch-germanischen Lokalsprache würden wir eher "Schaffhuuse" sagen. Das nach dem Wahrzeichen der Stadt benannte Lokalradio nennt sich beispielsweise: "Radio Munot - Do isch Schaffhuuse".

"Tante-Emma-Google-Earth" lässt mein Herz schmelzen.

sopran - Fr, 17. Nov, 14:21

Nein, das schaffhusig schrieb ich, ignorant natürlich. Aber das ist ja das Schöne am Bloggen: Man kann irgendwelchen Mist vor sich hin schreiben, ohne vorher zu recherchieren, es wird schon jemand lesen, der Bescheid weiß.
Wieder was dazugelernt!

Der Rheinfall ist tatsächlich ungeheuer beeindruckend. Vielleicht möchte ich (außer zeitweise ANDERSWO) tatsächlich nie irgendwo wohnen, wo nicht der Rhein durchfließt.
hugo (Gast) - Fr, 17. Nov, 14:06

http://fr.wikipedia.org/wiki/Bram

Für das Languedoc ist der kreisförmige Stadtkern (Circulade) wohl nicht unüblich.

varzil (Gast) - Fr, 17. Nov, 15:11

Lachen

blogger.de scheint immer noch schlapp zu sein. Daher:
    ...kann den von Varzil verfassten Eintrag über meine Zauberflöten nicht lesen, weil Blogger sich verabschiedet hat. Das macht mich nervös. Hat er etwas Despektierliches geschrieben? Lacht man über mich?
Varzil hat nicht über Sopran an sich geschrieben (- außer, dass er dieses Blog gern liest), sondern die Zauberflöten-Kritik im Blog mit der Im Generalanzeiger verglichen und festgestellt, dass ihm der Stil eines Blogs besser gefällt als der einer Zeitungskritik. Also nichts über Verfasser. Wozu auch, es geht um die Texte...

wirres.net hat über den Vergleich der beiden Versionen der Zauberflöten-Kritik berichtet. Das verursacht wohl den Traffic.

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