Beschäftigt
Zur Zeit sehr beschäftigt mit Urlaubmachen. Morgens muss ich auf dem Markt Gmeüse (soschönes Wort) jagen, am Mittag den Töchtern beim Planschen zusehen, am Nachmittag mit den benachbarten Menuisieren Kaffee trinken und am Abend mit der Voisinentochter versuchen, ein Paddelboot zu versenken."Kann man eigentlich im Wasser aussteigen UND wieder einsteigen?", will sie wissen, also fahren wir ein Stück hinaus, um uns nicht den Kopf zu stoßen auf dem Grund. Der Waldsee wird schnell tief, aber lieber kein Risiko eingehen.
Erst sie, raus, rein, dann ich, raus, rein, kein Problem. Ging im Skiff ja auch, damals im Schülerverein. Jetzt beide, auf drei, Du rechts, ich links. Okay, sie vielleicht auf 2,9 raus, ich auf 3,1 gewartet. Als sie springt, nehme ich noch Anlauf, mental, da kippt das Boot schon, und als der Bug sinkt, fällt mir ein Fehlen auf. Das Fehlen eines Luftsackes.
Anders als das Ruderboot ist das Kajak sinkbar. Leichte Panik löst sich im Erkennen eines Vorhandenseins: Dem Vorhandensein eines abgeschotteten Hecks. Lufts genug.
Weitere Glücks: "Wie lenkt man eigentlich?" ruft die Drei, als sie ein Stück hinausgepaddelt ist.
"Ich will auch eine Schwimmwespe!" fordert die Vier.
Der holländische Biergartenwirt merkt erleichtert, dass wir außer Französisch (fließend Speisekarte) auch Deutsch (fließend Konversation) können.
Zurück vom See, die Kinder im Bett, finden sich auf der anderswoischen Terrasse der Mann, die wohlstgeratenen Nachbartöchter, der am Abend aus Chile gelandete Astro
Lufts genug.
Wassers gnug.
Glücks genug.
sopran - Do, 13. Jul, 00:49


