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Wird in der ersten Klasse bei der Lufthansa eigentlich auch so viel gequasselt? Testen die Fluggäste genauso viel Parföng im Dutyfree? "Bitte lassen Sie die letzte Reihe links frei, da kommt noch ein Cello", sagt die sehr freundliche Flugbegleiterin bei Germanwings. Kein Problem nich, wer will da schon sitzen. Außer diesem Paar, das mir schon bei der Sicherheitskontrolle auffiel. Er im beigen Hemd. Beige, das steht nur Negern, weiß doch jeder. So wie gelb. "Steht mir gut, oder?" fragt er die Pissnelke an seiner Seite. Aus Pissnelken werden am 35. Geburtstag Schnepfen, aber das dauert bei ihr noch. "Thuper", thäuthelt sie. Bei ihr piept's wohl. Überall Metall. Ein Ornamentum auf dem Sternum, allerlei Nietchen an Stiefelchen und Höschen. Kichernd und tänzelnd lässt sie sich abtasten, beor sie ihr Popöchen wieder dem Beigen zuwendet. Der reagiert mit einem Grabsch am Arsch.Klar: Die mir am Flughafen als erstes Auffallen, werden nachher neben mir sitzen. Ich sollte da besser aufpassen. Aber wie? Augen zu?
(Die Tippfehler kommen von Extremversyphung der Internetcafécomputertastatur hier in der Oranienstraße. Bei K. im Haus der frohen Zukunft hakte das Netz. "Das ist mir wirklich unangenehm, Internet haben wir sonst mehr, als man essen kann".)
Der Cellist kommt mit seinem Carboncellokoffer, wunderbares Teil, wenn das Tochtercello abbezahlt ist, kann sie anfangen, für so einen Koffer zu sparen, ein paar Monate ihres ersten Lehrgeldes kann sie dafür schon verwenden. Er ist nicht ganz zufrieden mit dem Platz, aber geht schon. "Jetzt diskutieren Sie nicht auch noch rum", nölt der Beige, "sonst kommen wir hier nie weg." Was für ein Unsinn.
"Halten Sie Ihr Maul", sagt der Cellist, "ich reise seit 35 Jahren mit meinem Cello".
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"Hat er gesagt, ich soll mein Maul halten?" fragt der Beige seine Freundin. "Öhm, nö, weißnich."
Ruhe bis zur Landung. Dann schmettert der junge Mann dem freundlichen Bordpersonal zum Abschied entgegen:
"NÄCHSTES MAL BITTE OHNE CELLO."
sopran - Di, 28. Aug, 16:08


