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Oben in Saint Denis liegt noch Schnee, auf 520 Metern. Auf France Musique eine dieser wunderbar redundanten Labersendungen, dieses Mal über unterschiedliche Besetzungen bei der Aufführung von Bachkantaten. Gerhard Schmidt-Gaden und der Tölzer Knabenchor, Gardiner und die Cantata Pilgrimage, die Wasserwaage- und Senkblei-Austarierten feinen Japanerstimmchen des Bachkollegiums usw. "Les mots, les mots, les mots" seien bei dieser Art "très important", dann ein Ausschnitt, ich murmle: Man versteht NICHTS, les mots les mots, und der Sprecher unterbricht und sagt: "Ah on ne comprend RIEN". Ich harre des Herrn. Isch arre däs ärrn.Ich war in den letzten Tage schwer gerührt über ein paar gefundene Briefe, die hier schon lange herumlagen. Knabenbriefe aus den Jahren 1925 und 1926. Vor ein paar Tagen habe ich sie gelesen, ein bisschen mühsam, einigermaßen altdeutsche Schrift, aber doch eine Schriftfamilienähnlichkeit erkennbar. Liebesbriefe, stellte ich fest, von so wunderbarer knabenhafter Reinheit und Innigkeit, dass ich beim Lesen weinte und beim Vorlesen wieder weinte.
Der Absender wurde dann später mein Großvater, starb im Januar 1945. Der Empfänger wurde Priester. Beide waren 1907 geboren.
Wenn man als einzige Musik nur Bach hören dürfte, wäre das wirklich eine große Einschränkung?
sopran - Fr, 23. Mrz, 11:30


