Gehen
Das Gehen als schlichte Art der Fortbewegung empfinde ich als Freiheitsentzug. Wenn ich wohin will, dann will ich schon da sein. Ich kann auch nicht langsam Fahrrad fahren. Verächtlich blickte ich mit 17 über meinen Rennrandlenker hinweg aus dem Augenwinkel auf die Mädchen mit den Hollandrädern. Ich anerkenne das Gehen zu besonderen Gelegenheiten durchaus: Als In-die-Stadt-gehen oder wenn es dazu dient, wohin zu kommen, wo man nicht fahren kann (=Wandern auf Berge, aber nie dorthin, wo andere mit einer Seilbahn hinfahren), auch als Sport, zur Not, wenn Bootfahren zu umständlich ist (=Laufen), als Hand-in-Hand-Gehen oder als Mandeln-suchen-Gehen.In mir gehen Faulheit und Ungeduld überzwerch.
sopran - Mi, 15. Nov, 11:09


