Als ich gestern vormittag nach 1200 Kilometern, nach 12 Stunden Fahrt, in die Platanenallee einbog, die am Festplatz vorbei nach Anderswo führt, wusste ich, was ich vergessen hatte: Mich auf hier zu freuen, mein Herz vorauszuschicken.
Heute auf dem Weg nach Revel zum Markt wurde das Rauschen lauter, lauter, je höher ich kam. Oben auf der Kuppe hielt ich an, stieg aus, drehte mich um. In der Ferne sah ich die Pyrenäen und übergab mich.
Mein Herz, tagelang am kurzen Seil hinterhergeschleift, ist wieder eingerastet.
Oh Gott ist das beziehungsreich, ich glaub.
Ach nein, hab ich ja schon.
sopran - Sa, 8. Jul, 19:08
So, jetzt gilt's. Im Ferienhaus hat die Dekadenz in Form von DSL Einzug gehalten. Früher war das irgendwie uriger, als wie hier unser Internet noch mit Holz beheizen mussten.
Aus unbehandeltem Holz ist der Würfel, den mir meine Kinder aus einem Tischlerinnenwerkstattrest gebastelt haben. Ich bin mir noch nicht sicher, ob ich ihn so benutzen kann, wie er ist, denn die Fünf liegt nicht gegenüber der Zwei und so also auch nicht die Vier gegenüber der Drei. Die Sechs und die Eins sind einzig richtig. Die Entscheidung, ob ich den Würfel nehme, wie er ist oder ihn auf richtig umrechne, und wenn ja, wie: die fünf oder die zwei für korrekt erklären?, wird über Sieg und Niederlage entscheiden. Fünf, sechs Plätze kann ich bestimmt noch gut machen, wenn ich alle 21 möglichen Punkte gewinne.
Die Zwei trägt ihr Frankreich-Trikot, und die Nachbarstochter hat mir gestern erklärt, dass ich da was verwechsle:
HEUTE in STUTTGART findet das Finale statt.
Das Spiel um den dritten Platz morgen in Berlin ist dann nur noch der Epilog.
Na dann.
sopran - Sa, 8. Jul, 15:09