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Montag, 5. Juni 2006

...

Riesenkalauer - "Goethe fisten, nein fausten", sagt Götz Alsmann, passt ja, ich hangel mich gerade über Crossing Jordan, Prix Pantheon und Zimmer frei zu Better than Chocolate. Im Bett Bionade trinken und dann über anspruchslosen Filmchen einschlafen, zu mehr reicht es nicht.

Im Internet kommt auch nichts mehr.

Tatort #634: Blutschrift (MDR)

"Wir haben keine Angst vor keinem Gegner", sagt Klinsmann gerade, nuja, schnell weiterzapfen. Nach dem Tatort nicht Christiansen, sondern Bären-TV, eine Sondersendung? aber da hatte ich den Ton aus und telefonierte mit einem anderen Mezzosopran. Antibärendemos in den Pyrenäen. Erst dachte ich, sie hätten den Problembär erledigt, aber das blutige Bündel vor dem alpenländischen Hof war wohl ein gerissenes Viehstück.

Huch, Crossing Jordan kommt, und das 15 Minuten zu früh. Richtig, ist ja Montag.

Ich kenn mich mit Kain und Ehrlicher nicht so aus, kann es sein, dass dieser leichtgläubige Kain immer in irgendeinen Eso-Quatsch verwickelt wird? Verfluchte Blutschrift, okkulte Bücher, kerzenerleuchtete Friedhöfe.

Ich bin heute nicht kompetent, ich konnte erst um 20.37 Uhr einschalten, ich hatte das Navigationssystem um 7 Minuten ausgetrickst, A3, pah, nicht schon wieder A3, die Internatstour mal rechts- mal linksrheinisch, heute links zurück, noch in Mainz will mich das Gerät über Wiesbaden auf die A3 zurück schicken.

Die mumufizierte Leiche entdecke ich erst in der letzten Viertelstunde, die war nicht schlecht, gefriergetrocknet. Der Okkultismusmist, die hölzernen Nebendarsteller, überdrehte Okkultisten...

Aber dass Gerd Baltus noch lebt, das wusste ich nicht, ich dachte - also ich hab den lang nicht gesehen, aber das kann daran liegen, dass ich so lange schon kein Derrick mehr gucke oder daran, dass ihm nicht mehr so viele Rollen angeboten werden, in denen er Wollschal tragen darf. Zur Strafe muss er sich am Ende erfolglos aufhängen an dem Wollschal.

Und wir folgten mal wieder der alten Regel: Der bekannteste Schauspieler ist der Mörder. Der Dr. Berg-Darsteller sieht aus wie ein fast zum Schauspieler gereifter Henry Arnold, das Hermännchen aus der zweiten Heimat.

Ach, lesen Sie doch woanders.


Ich kam ja sogar zu spät, um Doris Kunstmann noch zu sehen, die auch im Alter immer noch ein schönes Mordopfer abgibt.

Wolfgang Kieling, DER ist tot, Bert aus der Sesamstraße. Hach, meine alte Baltus/Kieling-Schwäche. Dabei war Kieling viel besser.

Lebt eigentlich Horst Tappert noch?

Der Nächste bitte

Dran ist jetzt Clemens Meyer, Als wir träumten, gestern abend las ich den Anfang, ein dickes Buch, das vermutlich nicht besonders gut endet für die Jungen, die sich durch die Leipziger Nächte saufen. Bei Seite 38 eingeschlafen, das Buch ist aber unschuldig daran. Bisher: könnte mal was richtig Erzähltes sein, ich habe noch kein Fehl daran gefunden. Dick, erzählt, Autor zu jung, das hat was Amerikanisches - und das sage ich mit Wohlwollen. Lässt hoffen.

Heute will ich aber nicht weiterlesen, denn ich forschte zwischen Mittagessen-bei-Schwiegermutter und nervösem Durchshaustigern dem erneut abgängigen Eins nach. Kann ich jetzt schreiben, denn vor einer Viertelstunde erreichte ich ihn auf dem Mobiltelefon, zum ersten Mal seit 80 Stunden. Er komme jetzt nach Hause und: "Das tut mir alles leid". Dafür möchte ich ihn küssen und prügeln. Stattdessen werde ich ihn wieder zur Schule bringen und auf der Fahrt versuchen, nicht noch mehr Türen zu schließen.

Weiterlesen werde ich, wenn ich den Eindruck habe, dass der Eins sich wieder in eine andere Richtung bewegt. Oder ich mutiger bin als in diesem Augenblick.

Vorab frage ich mich schonmal, ob Herr Meyer auch kurz kann, die ersten 38 Seiten von "Als wir träumten" sind auf lang angelegt, eindeutig.

Bis dahin nehmt den Anfang:

"Ich kenne einen Kinderreim. Ich summe ihn vor mich hin, wenn alles anfängt, in meinem Kopf verrückt zu spielen. Ich glaube, wir haben ihn gesungen, wenn wir auf Kreidevierecken herumsprangen, aber vielleicht habe ich ihn mir selbst ausgedacht oder nur geträumt."

Vorgeschlagen vielleicht von Frau Radisch. Erstmal weiter lesen.

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