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Sonntag, 21. Mai 2006

Tatort #632: Stille Tage (RB) in Klischee

Verzeihung, musste sein, egal, wie sich der Tatort noch entwickelt. Irgendwelche Klischees werde ich schon finden für den blöden Kalauer da oben.

Joachim Krol heute, meistens sind ja diese übermäßig berühmten Schauspieler nachher auch Mörder, wie neulich in Münster, als Rosel Zech mitgespielt hat. Muss sich ja lohnen.

Als ich von der Chorprobe zurückkam, war der Tatort noch nicht vorbei, zum Biertrinken waren alle zu müde, siebeneinhalb Stunden Singerei in diesem kalten Gemeindesaal. Wir sollten hin und wieder mal schauen, ob es brennt oben, aber warum sollte es brennen, sonst brennt es ja auch nicht. Nur, weil der Saal vor ein paar Tagen baupolizeilich gesperrt wurde - weil wenn es brennt die Decke einstürzt - muss es ja jetzt nicht brennen. Aber geheizt wird halt auch nicht mehr.

Komme dann hungrig nach Hause, Mann und Töchter waren bei meiner Mutter zum Abendessen, meine Mutter kocht fucking fantastisch, und zu Hause liegen um halb zehn alle im Bett und haben mir NICHTS mitgebracht.

Jetzt gratiniert das Dosen-Cassoulet gerade in einer echten castelnaudarischen cassolle im Ofen vor sich hin. Heiß, salzig und fettig, dazu Tatort und Internet. Bier brauche ich da gar nicht, Bionade reicht.
So eine normale Cassoulet-Dose enthält ja immer zwei Saucisses und zwei kleine Entenschenkel, ich hab halbiert, jetzt bin ich eigentlich satt. Eigentlich.
Außer Joachim Krol und seiner Nachbarin Frau Scholven, die irgendwie komisch ist, ist ja noch kein in Frage kommender Verdächtiger aufgetaucht. Mh. Dass sie ihn nach Hause einlädt ist auch Scheiße. Diese emotionalen Verwirrungen von Kommissaren sind inzwischen auch allzu häufig. Dann eben doch Klischee. Jauchegrube, Müllhalde.

Hübsch ist sie allerdings, diese Frau Scholven. "Die ist aber süß", sagte J. immer, aber der ist jetzt in England, muss ich selber sagen "die ist aber süß" - wir haben oft denselben Geschmack, aber nicht immer.

Ich hab nicht so richtig aufgepasst, habe mir bei flickr Fotos von Klaus Cäsar angesehen und dabei festgestellt, dass der in Berlin am Nebentisch saß, als ich mit U und ihrem Bruder bei Mao Thai war. Diese Leute, die man nur vom Internet kennt.
Frau Scholven erzählt beim Kuchen was von den Schnecken, die alles abfressen, bestimmt ein Gleichnis. Bisschen bekloppt ist die wirklich. Entweder sie weiß zuviel, oder sie war's selber. Erpressung?

Macht einen auf doof, Kuchen und Schnecken.
Niemals war das der Bauer mit den EMUS Emus, ein Kreuzworträtselreflex wohl, Emu in Großbuchstaben zu schreiben. Jetzt heult Kommissarin Lürsen dem Joachim Krol auch noch was vor, da muss der doch der Mörder sein.

Pro bis jetzt:
Schafe, Weser (ich liebe Flüsse), Jauchegrube

Contra:
Es wird nicht geschossen, Beischlafverwirrung von Frau Lürsen, Alzheimer-Vater

(merken: "Kommissare mit Elternteilen" erheben)
Sie schaffen es, dass Bremen aussieht wie Nordnorwegen. Kamera weitwinkelig. Keine schlechten Bilder, mitten in der Schafherde usw. Medizinisch würde mich gerade interessieren, ob die Gerichtsmedizin nicht feststellen kann, wenn die Leiche eingefroren wurde. Mal wieder einen anständigen Pathologen-(oder Forensische Anthropoligen-)krimi lesen, falls es das noch gibt. Kay Scarpetta ist ja leider total aus dem Ruder gelaufen von Band zu Band.
schon halb zwölf durch, der tatort kommt mir unvernünftig lang vor heute, aber ich geh mal davon aus, dass um viertel vor zehn sabinsen kam, mir ist schlecht, ich hätte mich doch mit der hälfte vom Cassoulet begnügen sollen.
Habich doch in der ersten Minute gesagt. Immer die berühmten Schauspieler.

Tatort, später...

Ich habe heute bis mindestens 21 Uhr Chorprobe, das ist schade, ich mag Sabine Postel, auch wenn die letzten Bremer Tatorte üble Psychokacke waren, geile Locations, aber die ganze Geschichte um die geile Location herumgstrickt.

Werde also heute wahrscheinlich nicht, oder höchstens später, wenn ich dran denke, den Aufnehmer zu aktivieren,

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