Trotz Enttäuschung (Witwe für ein Jahr) bis Ärger (Die vierte Hand) doch wieder Irving gekauft.
Habe jetzt die Hälfte durch, bisher abgehakt:
Ringen (alle glaubich außer Bären und Zirkuskind)
Sex mit älteren Frauen (Witwe für ein Jahr, Hotel New Hampshire...)
Schriftsteller (Garp, Hotel New Hampshire, Zirkuskind, Witwe für ein Jahr und noch ein paar)
Kleinsein (Owen Meany, Hotel New Hampshire, Zirkuskind und noch ein paar)
Sexuelle Orientierungslosigkeit (Hotel New Hampshire, Garp, Wassertrinker und noch ein paar)
Ostküsteninternat (Owen Meany, Hotel New Hampshire, Garp und noch ein paar)
Kindliches Trauma (Witwe für ein Jahr und noch ein paar)
Dickes Mädchen (Gottes Werk und Teufels Beistand und bestimmt noch ein paar)
Geschwisterliebe (Hotel New Hampshire, Witwe für ein Jahr)
Prostituierte (Witwe für ein Jahr und noch?)
Amsterdamer Rotlichtviertel (Witwe für ein Jahr)
Fehlender Vater (Garp, Owen Meany, Gottes Werk und Teufels Beitrag)
Kann mir schon mal jemand verraten, ob es nachher wieder nach Wien geht?
(Dort hat Irving übrigens die Tage ein paar tausend oder zehntausend oder hunderttausend Lassdiebärenlos verteilen lassen. Für die Reise aber doch lieber Thomas Bernhard.)
Nachtrag
Neu ist glaube ich die Psychotherapeutin. Aber Irving wird ja auch älter (nicht erwachsener).
Na dann eben Zürich.
Gerade tritt Hugo auf, dem ein Hund das Ohrläppchen abgebissen hat.
Also:
Abgebissenes Ohrläppchen (Garp)
sopran - So, 26. Feb, 23:06
ist eine Verbindung, die ganz gut funktionieren soll. So steht es jedenfalls in der Nachricht, die mir über einen kleinen Umweg aus dem Robert-Koch-Institut zugespielt wurde. "WAAS, du lässt die Katze noch raus???", fragte die Freundin vor einer Woche am Telefon. Ich: "Die ist doch zu feige zum Vögelfangen", aber ist ja nicht ganz unberechtigt, der Einwand, dass auch Töle, der alte Fuxi (so nennt ihn die Vier) einen (final) H5N1-geschwächten Vogel stolz ins Haus bringen könnte.
Inzwischen, eine Woche später, haben sie's nun raus, Vogel-Katze-Mensch ist kein Problem für die geschmeidigen Viren. An Ansteckung glaube ich gemeinhin so wenig wie an Kügelchen und Fußreflexzonenmassage, aber seit die Fußreflexzonenmasseuse mir den Tinnitus mittels schamanischen Handauflegens weggehext hat, bin ich verunsichert. Wenn unser Eichelhäher demnächst vom Baum fällt, muss Töle aus dem Fenster schauen.
sopran - So, 26. Feb, 17:46
habe ich heute einen Flug nach Klagenfucht geburt, der bei Lufthansa kaum teurer war als beim Billigflieger gewesen wäre, mal ganz abgesehen davon, dass hlx Klagenfurt an durch 7 teilbaren Tagen in Monaten ohne R nur um 6 Uhr 45 anfliegt, zurück dafür an auf Neumond folgenden Sonntagen, die bis zu drei Wochen vor den Liechtensteinischen Schulferien liegen erst um 23 Uhr 12. Das war mit meiner Arbeitszeit unvereinbar.
Interessant auch, dass ein Flug nach Klagenfurt für 20 Euro genauso viel kostet wie ein Flug von Klagenfurt zurück für 4 Euro. Einmal sind die Nebenkosten 20 Euro, das andere mal 36 Euro.
Obacht also.
sopran - So, 26. Feb, 14:50
Wir erreichen den Schalter japsend und übersäuert genau 30 Minuten vor Abflug. Ich musste ja noch den Hut aus dem Büro holen, ohne Hut im Winter durch Wien geht gar nicht, dann dieses Müllauto, das das Musikerviertel blockierte, Parkplatzsuche am Flughafen usw. Den Hut habe ich dann im Flugzeug liegen lassen. In Köln gibt es Finger vom Terminal ins Flugzeug, luxuriös, und mit Kind darf man zuerst einsteigen. Die Drei ist ja noch nie geflogen, ich erkläre ihr, dass der Pilot lange üben musste, um beim Wolkendurchfliegen zu wissen, wo oben und unten ist und kläre sie über allerlei Gefahren des Fliegens auf, während wir aufs Einsteigen warten. Es gibt da ja diese amerikanischen Aufklärungsfilme aus den 80ern.
Der drängelige alte Mann hinternebenvor uns schlägt zurück, indem er seiner Partnerin erklärt, wie der kleine Dennis aussah, nachdem er dreieinhalb Jahre in der Tiefkühltruhe.
Viele wohlfrisierte Menschen mit wenig mehr als ihrer Ballgarderobe fliegen mit: Am Abend ist Opernball. Die Drei und ich essen lieber ein Schnitzel bei den Zwei Lieseln, die früher mal drei waren, bis eine starb, und jetzt ist es nur noch eine, die sitzt vorn am Tisch und kümt vor sich hin. Kümen heißt in südlichen Dialekten wahrscheinlich Granteln. Wiener Schnitzel, ein kleines für die Drei, ein normales für mich, wir hätten uns auch das kleine Teilen können. Der Wirt wirft uns eine Rolle Butterbrotpapier zu, damit packe ich eines ein.
Von der Damenkür sehe ich so gerade noch die ersten 12, dann weckt die Drei mich, ich soll mir noch die Zähne putzen, nicht vorher einschlafen.
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Vor dem Rückflug muss ich meinen Hut an der Gepäckaufbewahrung abholen, das übliche Rumlungern am Flughafen, eine Bionade kostet bei Starbucks 3 Euro 20. Eineinhalb Stunden vom Einsteigen bis zum Abflug, es muss enteist werden. Es gibt da einen amerikanischen Flugzeugabsturzfilm, da wird auch enteist, und der Ex-Pilot (Ex wahrscheinlich wegen Frauweg+Alkohol) sieht so sorgenvoll auf den vereisten Fühler am Flügel, und dann fällt das Zeug in den Potomac. Das erzähl ich der Drei jetzt mal nicht, denke stattdessen an den den flachen Neusiedler See, der beim Hinflug ziemlich zugefroren unter uns lag.
Hübscher Moment des hörbaren Zusammenzuckens, als der Kapitän die Passiere begrüßt auf dem "Flug in den Kölner Karneval".
sopran - So, 26. Feb, 14:44