Gut, dass der Beethoven so wenige Lieder geschrieben hat, wenn die paar dann so gelungen sind wie "An die ferne Geliebte". Kein Ton zu viel. Obwohl Adelaide, die gestern nicht dabei war, etwas redundant?
Dann Schwanengesang, das ist ein Sammelsurium, who the f*ck ist Ludwig Rellstab? und für mich bleibt einfach Schumann der Größeste. Schumann + Heine, Dichterliebe, Liederkreis (Wunderlich natürlich, und als Bariton der Arzt Christian Gerhaher), die kleine Tragödie 1,2,3 (Brigitte Fassbaender)...
Gestern aber Goerne mit Beethoven und Schubert. Gegen das Foto im Programm sah er ziemlich Cortison aus und hatte ein Problem mit der Nasenscheidewand. Ein ppar Kritiker mauvais-mots: Intensität, Präsenz, tiefgründig, Blabla. Schon eindrucksvoll. "Auch ich bin mir schwellender Triebe bewusst" schön triebtätermäßig. Groß!
Ausflippende Pensionärsgattinnen aber keine Zugabe.
Aber ich will keinen Gesang mehr hören, den der Sänger in seinen dicken Backen oder seinem Doppelkinn behält. Mund auf, klare Vokale und gut ist. st
öbn und H
örzn, och n
öööö. G
örn
ö, Matthias. Klavierpart war unscheinbar.
"Abgehört - neue Schallplatten" hieß die Sendung früher, im Nachfolger hörte ich im Winter eine Kritik zur Dichterliebe, Gerhaher und Goerne im Vergleich, der Kritiker wollte mir weismachen, dass Gerhaher alles schlechter macht als Goerne Goerne Goerne.Die Tonbeispiele überzeugten mich von Gerhaher.
Der G kann mir dann wieder mit Wunderlich Wunderlich Wunderlich, kein schlechtes Wort über Wunderlich natürlich, Wunderlich ist whow, und "Sage nie etwas schlechtes über
Max" Fritz, aber mir geht
dieses Gequäke Tenor nach einer Weile auf die Nerven. Ein schöner offener Bariton dagegen.
Dichterliebe Gerhaher: Kaufen.
(Ich weiß nicht, ob Christian Gerhaher schwul ist, ist mir auch egal, ich wundere mich nur über die vielen Google-Anfragen dazu).
In der Pause hätte man eine kleine Konferenz schwäbischer Gesangspädagoginnen veranstalten können, aber bitte unter straffer Moderation.
sopran - Di, 20. Sep, 10:13