An Schweden leiden
Henning Mankell, Die Brandmauer, aus Langeweile gekauft, kostete auch nur 6 Euro, irgendein Krimi halt, aber ach:Das ist der langweiligste deprimierendste Scheiß, den ich seit langem gelesen habe. Positiv nur, dass der Scheiß mir über eine längere Zeit Nacht für Nacht das Einschlafen erleichterte. Nach ein, zwei lähmenden Seiten sank ich jeweils gelähmt dahin.
Kurt Wallander leidet an Schweden, an sich selbst und überhaupt, uninspiriert, dröge, ironiefrei. Ok, das An-Schweden-leiden hat Mankell nicht erfunden, das ist seit Sjöwall/Wahlöö inzwischen zu Tode geritten.
Ich verrate mal das Ende, der mit dem Herzkasper vorm Geldautomaten wollte mit seinem Kumpel in Angola die Weltwirtschaft in die Scheiße reiten, in dem irgend jemand in Ystad am 20. Oktober eine Karte in einen Geldautomaten schiebt. Oder so. Gequirlte Scheiße. Warum die Mädchen den Taxifahrer umgebracht haben hätte mich mehr interessiert.
Ich möchte es im Bekanntenkreis nicht weiterverschenken, wegen Identifikation, will es jemand haben? Sonst setze ich es Ende der Woche an der Poppelsdorfer Allee aus. Oder schmeiße es direkt weg.
Vielleicht müsste ich Schwedin sein.
Nota bene und Danke II, letzteren an Elinor, die mir den Link geschickt hat zu "Kommissar Wallander und die belegten Brote" von Wiglaf Droste. Das überflüssigt jedes weitere Wort zu Mankell.
sopran - Di, 6. Sep, 17:31


